ZEHN WICHTIGE HINWEISE FÜR SICHERES WANDERN  

Um bei Ausflügen in den Bergen voll auf deine Kosten zu kommen, gibt es an dieser Stelle einige Hinweise zu speziellen Sicherheitsmaßnahmen beim Wandern. Du wirst deine Freunde immer über deine bevorstehenden Touren informieren. Dein Erste-Hilfe-Set wird stets griffbereit, dein Impfschutz immer auf dem neuesten Stand und deine Haut geschützt vor kleinen Störenfrieden sein. Nichts wird dich von deinem Abenteuer abhalten!

ACHTE AUF DAS WETTER

Auch wenn waghalsige Wanderer bei fast jedem Wetter unterwegs sind, solltest du eine Tour besser verschieben, wenn es der Wettergott nicht allzu gut meint. Tatsächlich solltest du deine Pläne überdenken, wenn die Route hervorragende Sichtverhältnisse verlangt und es bei starkem Regen womöglich rutschig und gefährlich werden könnte. Passe noch besser auf, wenn Kinder mit von der Partie sind – nicht nur zu ihrer Sicherheit, sondern auch, um sie bei Laune zu halten.

Wir empfehlen dir, die Wetterprognosen bereits am Vorabend deiner Wanderung und dann noch einmal am Morgen selbst zu prüfen. Schaue dir den lokalen Wetterbericht an. Um sicher zu sein, kannst du auch mehrere Quellen miteinander vergleichen.

Die intuitivste Lösung ist eine Wetter-App mit entsprechender Warnfunktion, um dich über einen plötzlichen Wetterumschwung zu informieren.

 

INFORMIERE DEINE FREUNDE ÜBER DEINE WANDERROUTE UND DIE GEPLANTE UHRZEIT DEINER RÜCKKEHR.

Schon seitdem du volljährig bist erzählst du deinen Eltern oder Freunden nicht mehr von deinen Wanderungen? Es könnte beim Wandern aber eine große Hilfe sein, wenn du dies tun würdest. Ob du nun alleine oder in der Gruppe unterwegs bist … Vor etwas Unvorhergesehenem, einem Unfall, einem leeren Akku oder einem Mobilfunknetz, das nicht mehr verfügbar ist, bist du niemals gefeit. Das sind natürlich Horrorszenarien. Aber so etwas passiert eben nicht nur den anderen.

Denke also daran: Informiere einen Freund oder Verwandten über deine Wanderroute und die geplante Uhrzeit deiner Rückkehr. So wird er hellhörig, wenn du auch zwei Stunden später noch immer nicht zu Hause bist, und kann im Notfall Hilfe rufen. Dies wird die Arbeit der Rettungsdienste erleichtern. Sie werden rechtzeitig informiert und dich viel einfacher finden.

Diese Gewohnheit sollte dir in Fleisch und Blut übergehen … egal, ob du nur für einige Stunden oder den ganzen Tag über unterwegs bist.

 

DEN EIGENEN RHYTHMUS UND DEN DER MITWANDERER BEACHTEN.

Wandern kann jeder und trotzdem ist es ein Sport, für den du deine Kräfte mobilisieren musst. Teile deine Kräfte ein und achte auf deinen Rhythmus.

Du wirst nicht so schnell müde und stolperst nicht so schnell über eine Wurzel oder rutschst aus. Schuhe von Quechua sind mit der CrossContact-Technologie ausgestattet und bieten dir auf jedem Untergrund immer einen guten Halt.

NIMM DEINE HÖHENANGST ERNST

Höhenangst ist gar nicht so ungewöhnlich – zwischen 2 und 5 % der Bevölkerung sind betroffen.

Auch wenn du nicht vorhast, steile Berge zu bezwingen, kann es dennoch sein, dass du auf deiner Wanderung manchmal an einen Punkt oder an eine schmale Stelle kommst, wo es steil hinuntergeht. Starke Höhenangst solltest du also bei der Routenplanung berücksichtigen.
Du bist mit einer Gruppe unterwegs? Teile deine Angst mit deinen Wanderpartnern. So können sie dir Mut zusprechen und dich im Notfall unterstützen. Vor allem aber werden sie dich in einer Situation, die angesichts einer irrationalen Angst rasch eskalieren könnte, nicht drängen.
Um gegen den Schwindel anzukämpfen und ihn sogar zu bekämpfen, gibt es geeignete Mittel.

BLEIBE BIS ZUM ENDE DEINER WANDERUNG KONZENTRIERT

Wie bei einem Großteil der Straßenunfälle, die sich auf wohlbekannten Kurzstrecken ereignen, ist es auch beim Wandern. Wenn du das Ziel vor Augen hast oder die Route nicht mehr so kompliziert ist, kommt es zu Unfällen. Aufgrund deiner Müdigkeit bist du weniger aufmerksam. Sei immer hoch konzentriert – vom ersten bis zum letzten Schritt. Denke auf deiner Wanderung auch an Pausen und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um deine Energiereserven aufzufüllen.
Denke an Wanderstöcke, um nicht so schnell zu ermüden und einen sicheren Tritt zu haben.

HABE STETS WASSER UND NAHRUNG GRIFFBEREIT

Ob Wasser aus der Trinkflasche oder lieber aus einer Trinkblase – warte nicht mit dem Trinken, bis du Durst hast! Auch wenn dich das Wandern natürlich nicht so stark zum Schwitzen bringt wie ein Lauftraining, vergiss nicht, dass ein Erwachsener im Durchschnitt 2,5 Liter Wasser pro Tag verliert. Diesen Wasserverlust musst du ausgleichen, damit deine Muskeln und dein Organismus Bestleistungen erbringen können.
Daher ist es unverzichtbar, für die gesamte Wanderung ausreichend Wasser bei sich zu haben (mindestens 1 Liter pro Person, ideal wären aber 2 Liter).
Denke daran, vor, während und nach der Wanderung zu trinken, um bestmöglich zu regenerieren. 

Natürlich darfst du auch Snacks nicht vergessen. Hier solltest du dich aber lieber für „trockene“ Nahrungsmittel entscheiden. Diese haben ein besseres Verhältnis von Gewicht und gelieferter Energie. Wir empfehlen Müsliriegel oder Trockenobst. Das ist besser als ein Apfel, der viel Platz beansprucht und in deinem Rucksack für zusätzlichen Ballast sorgt.

INSEKTENSCHUTZ

Die Berge sind die Heimat vieler kleiner und großer Tiere. Selbst kleinste Insekten können für Unannehmlichkeiten sorgen. Du solltest dich also besser schützen!

Bienen und Wespen: Sie stehen auf deinen süßen Imbiss und dein Sandwich. Während der Sommermonate solltest du bei jedem Bissen ganz genau hinschauen. Wenn du gestochen worden bist, musst du umgehend handeln und den Stachel vorsichtig entfernen, wenn er noch in deiner Haut steckt. Du darfst ihn nicht beschädigen, da sonst noch mehr Gift in deinen Körper gelangen könnte. Anschließend musst du die Stelle säubern. Bei Bedarf kannst du auch eine hautberuhigende Salbe auftragen. Diese Pflege hilft im Übrigen auch nach einem Hautkontakt mit Brennnesseln.

Stechmücken: Sie sind bei Einbruch der Dämmerung und insbesondere in Höhenlagen zwischen 600 und 2200 m aktiv. Dein Plan für einen zappelfreien Abend? In deinem Kulturbeutel sollte in jedem Fall ein Anti-Mücken-Roll-on zu finden sein. Und wenn es Zeit wird zu schlafen … denke in jedem Fall daran, das Moskitonetz in deinem Zelt zu schließen!

Bremsen: Auf diese Insekten triffst du in der Nähe von Almwiesen und Flüssen. Du bist gestochen worden? Desinfiziere die Einstichstelle sofort (ohne Druck auszuüben) und trage anschließend eine entzündungshemmende Salbe auf, um die Schmerzen zu lindern.

Zecken: In einigen Waldgebieten können Zecken die Lyme-Borreliose übertragen. Sie warten im hohen Gras und auf Farnen auf ihre Opfer. Deine Präventivmaßnahme? Trage eine lange und helle Hose. So kannst du die Zecke sofort sehen, wenn sie den Aufstieg an deinem Hosenbein wagt. Zum Entfernen einer Zecke nimmst du einen Zeckenhaken. Wenn du Fieber bekommst, solltest du nach deiner Rückkehr in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. 

TRAGE GUT SICHTBARE KLEIDUNG​​​​​​

Bei deiner Kleidung hast du an das Zwiebelprinzip gedacht?

Hast du aber auch daran gedacht, dass deine Kleidung gut sichtbar ist?

Wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt: Das Wetter kann rasch umschlagen, sodass du im Regen ganz schnell nicht mehr gut zu sehen bist. Und es kann immer passieren, dass ein Reiter oder Mountainbiker deinen Weg kreuzt. Wähle Kleidung in leuchtenden Farben oder mit Reflektorstreifen.

Bei schlechtem Wetter, in der Morgen- oder Abenddämmerung solltest du in jedem Fall eine Stirnlampe tragen.

WANDERE IMMER MIT EINEM ERSTE-HILFE-SET IM GEPÄCK

Das Erste-Hilfe-Set ist dein treuer Begleiter auf allen Wanderungen und in deinem Rucksack immer dabei.

Du darfst aber nicht vergessen, den Inhalt regelmäßig auf seine Haltbarkeit und Einsatzbereitschaft zu prüfen. 

BEACHTE DIE PHILOSOPHIE „LEAVE NO TRACE“

Die Wanderwege sind deine Verbündeten. Gut ausgewiesene und gepflegte Pfade sorgen für deine Sicherheit. Daher musst du in jedem Fall die Umwelt schützen.

Denke daran, keinen Müll zu hinterlassen.

ACHTUNG: SEI IMMER AUSREICHEND GEIMPFT!

Beim Sport und im Alltag ist es wichtig, in Sachen Impfschutz immer auf dem neuesten Stand zu sein – insbesondere was die Impfung gegen Tetanus anbelangt. Mit dieser Krankheit kannst du dich über offene, verschmutzte Wunden oder tierische Hinterlassenschaften infizieren … Bedingungen, die während deiner Wanderungen häufig erfüllt werden. Zur Erinnerung: Die DTP- und Polio-Impfung sollte im Alter von 25 Jahren aufgefrischt werden. Anschließend wird eine erneute Impfung mit 45 Jahren empfohlen und ab 65 Jahren in Abständen von jeweils zehn Jahren. Wenn du eine Reise ins Ausland planst, solltest du dir die Impfempfehlungen des jeweiligen Landes genau anschauen.

Unser Tipp: Schon lange im Voraus solltest du dich darum kümmern, da Impfungen oftmals über mehrere Wochen vorgenommen werden.

Jetzt bist du informiert und gewappnet, um in jedem Gelände und in der Nähe der kleinen und großen Bewohner zu wandern.

Die perfekte Ausrüstung:

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Tipps
Damit die Kinder ebenfalls Spaß an einer Wanderung haben kannst du sie schon in die Vorbereitung mit einbeziehen. Es gibt ein paar einfache, durchdachte und vor allem leckere Snacks, die ihr schon im Vorfeld gemeinsam zubereiten könnt. Das hat nicht nur den Vorteil, dass es den Kleinen richtig gut schmecken wird, sondern auch den, dass ihr schon vor der Wanderung Zeit als Familie miteinander verbringen könnt.
Tipps
Ein Zeckenbiss kann Krankheiten übertragen. Das ist auch der Grund, warum du dich vor Zecken schützen und die Symptome kennen solltest. Schließlich darf die Krankheit nicht gewinnen und chronisch werden.
Tipps
Hat dein Herz schon einmal wie verrückt geschlagen, während du eine Seilbrücke betreten hast oder an einer Felswand entlanggegangen bist und in die Tiefe geblickt hast? Wenn dir dieses Gefühl der Panik bekannt vorkommt, hast du Höhenangst. Hier nun sieben Tipps, um diese Angst zu bezwingen und entspannter zu wandern. Achtung: Diese Ratschläge ersetzen nicht die Meinung eines Spezialisten für Angststörungen. Sollte dich die Höhenangst bei deinen Wanderungen zu sehr einschränken, empfehlen wir dir in jedem Fall den Besuch eines Arztes.
Tipps
Du wirst mit Sicherheit die Philosophie des „Leave no trace“ („hinterlasse keine Spuren“) befolgen, ohne es zu wissen. Im Mittelpunkt dieser Philosophie steht der Schutz der Natur und anderen Wanderer, um die Schönheiten unseres kostbaren Planeten nicht zu zerstören. In den USA und Kanada ist sie bereits weit verbreitet und findet nun zu unserer Freude auch in Frankreich mehr und mehr Zuspruch. Befolge die sieben goldenen Regeln und sei sicher, dass du ein verantwortungsbewusster Wanderer bist, der seine Umwelt schützt.
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