WIE SURFT MAN MIT EINEM STAND UP PADDLE BOARD?

Du hast das Stand Up Paddling für dich entdeckt und möchtest dich nun in die Fluten stürzen? Eine hervorragende Idee, da es sehr viel leichter ist, das Surfen mit einem Paddle Board als mit einem Surfbrett zu erlernen, da du bereits aufrecht auf dem Brett stehst! Du musst dir lediglich die Reflexe und die Balance eines Surfers aneignen.

Es wichtig, sich gut auszurüsten und die Surfregeln zu kennen, bevor du dich mit deinem Stand Up Paddle den Wellen wagst, da du nur sehr selten allein auf dem Wasser deinen Spaß haben wirst. Hier die wichtigsten Aspekte, die du beachten solltest.

 

 

WELCHES MATERIAL EIGNET SICH AM BESTEN FÜR DAS STAND UP PADDLING?

Stand Up Paddler haben häufig ihre ersten kleinen Wellen mit einem Anfängerbrett oder einem Brett für gelegentliche Touren bewältigt. Wenn du jedoch, egal in welche Richtung gehend, auf der Welle reiten oder Kurven fahren möchtest, benötigst du ein richtiges Stand Up Paddle Board. Diese Bretter erinnern stark an klassische Surfbretter, sind jedoch dicker, um dein Gewicht auch ohne Gleiten tragen zu können. Sie sind kürzer und breiter, um leichte Kurven zu ermöglichen und sind am vorderen Ende bananenförmig gebogen, um nicht von der Welle verschlungen zu werden, und verfügen am hinteren Ende über scharfe Rails (wie die Kanten eines Skis), welche für einen guten Halt auf der Welle sorgen.

Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, wählst du ein aufblasbares Stand Up Paddle Board. Neben ihrer Kompaktheit (ein großer Rucksack, der in den Kofferraum passt), ermöglichen diese Bretter durch ihre Steifheit und den halbfesten Rails am hinteren Ende, welche in der Welle gut greifen, ein besonders angenehmes Surfen. Im Falle eines Sturzes auf das Brett oder einem Zusammenstoß, verringert die Flexibilität des aufblasbaren Bretts das Verletzungsrisiko auch bei anderen Wassersportlern.

Hinsichtlich des Paddels kannst du bereits vorhandene nutzen. Ein wichtiger Kniff bei den SUP-Surfboards ist, bei der Nutzung für Touren die Länge des Paddels zu verkürzen ( 0 bis +10 cm deiner Körpergröße), damit es bei Manövern nicht stört und du es bei Richtungsänderungen als Hebelpunkt nutzen kannst. Es muss ausreichend solide sein, um heftige Paddelbewegungen beim Ansteuern der Welle (Take Off) abfedern zu können.

WIE FÄHRT MAN WEISSWASSERWELLEN BEIM STAND UP PADDLING?

Bevor du dich aufs Wasser begibst, musst du zunächst festlegen, welcher Fuß in der Surfposition an das hintere Ende des Bretts gestellt wird. Wenn du nicht weißt, welcher das ist, stell beide Füße nebeneinander und lass dich nach hinten fallen: der Fuß, den du dabei nach hinten setzt um dich abzustützen, ist dein hinterer Fuß in der Surfposition (beim rechten Fuß wird die Position „regular“ und beim linken wird sie „goofy“ genannt. Dasselbe gilt für das Skate- oder Snowboarden).

Nun bleibt nichts Weiteres übrig, als sich in die Fluten zu stürzen. Nimm dir vorher jedoch die Zeit, den Spot auszukundschaften: Wie verhalten sich die Wellen, gibt es ruhigere Stellen, um die Weißwasserwellen zu befahren (auch White wash oder Soup genannt), wo sind die anderen Surfer?

Diese Beobachtungen werden dir einige Entscheidungen erleichtern:
     - wo geht man am besten ins Wasser, um große Weißwasserwellen zu vermeiden
     - gibt es einen Ort ohne Wellen um sich ruhig fortzubewegen und den Peak anzusteuern (der Punkt, an dem eine Welle bricht)
     - in welchem Rhythmus brechen die Wellen, um zu versuchen, 2 Sets zu fahren
     - wo sind die anderen (SUP)Surfer, um Wellen zu vermeiden, die bereits überfüllt sind

Bist du einmal im Wasser, musst du sehr kraftvoll paddeln, um kleine und anschließend größere Weißwasserwellen zu passieren. Bis zu einer bestimmten Höhe (Brusthöhe), kannst du diese fahren, während du dich auf dem Brett befindest. Nimm die Surfposition ein, tauche dein Paddel  in das Wasser, wenn die Welle ankommt, verlagere dein Gewicht stark auf den hinteren Fuß, um den vorderen Teil des Bretts anzuheben und fahre über die Weißwasserwelle hinweg. Achte darauf, dass du dir nicht das Brett gegen das Gesicht knallst, wenn die Welle zu  groß ist. Schütze dein Gesicht, indem du deinen Arm nach vorne ausstreckst.
Bei größeren oder kräftigeren Wellen ist die einzige Lösung in die Welle einzutauchen, und dabei das Paddel festzuhalten, und dann wieder auf das Brett zu steigen, sobald die Welle vorüber ist.

Am Peak angekommen (der Punkt, den alle Surfer abwarten, um in den Wellen zu fahren, bevor sie anschließend brechen), nimm dir Zeit um durchzuatmen, falls die Weißwasserwellen kräftig waren und beobachte die Wellen, um den besten Punkt für deinen Take Off zu bestimmen (Hineinfahren in eine Welle).

WIE VERHÄLT MAN SICH GEGENÜBER ANDEREN (SUP-) SURFERN?

Damit jeder auf dem Wasser sicher Spaß haben kann, müssen einige Regeln beachtet werden, wenn ihr zu mehreren Personen, in denselben Wellen surft:

     - Der Surfer auf der Welle hat Vorfahrt vor jenem, welcher den Peak ansteuert und dabei Weißwasserwellen passiert. Letzterer muss demnach die Fahrbahn des ersteren vorhersehen, um sich von ihm zu entfernen
     - Der erste Surfer, der eine Welle fährt, hat Vorfahrt. Diese Welle ist deshalb nicht mehr zu befahren und es sollte sich auf die nächste Welle konzentriert werden.
     - Wenn zwei Surfer zusammen die gleiche Welle befahren, hat jener, welcher sich näher am Peak befindet (der Punkt, an dem die Welle bricht, Vorfahrt, der andere muss aus der Welle herausfahren.
     - Wenn du gerade dabei bist, eine Welle zu befahren und ein anderer Surfer die gleiche Welle nimmt ("Drop-In" genannt), musst du ihn auf deine Anwesenheit aufmerksam machen, indem du laut "YEP YEP YEP" rufst.

Um unangenehme Situationen zu vermeiden, ist es das einfachste einen Peak zu wählen, an dem es weniger Surfer gibt, und dafür in Kauf zu nehmen, dass die Wellen etwas weniger schön als jene am überfüllten Peak sind. Mit etwas Erfahrung bewegst du dich bald mit Leichtigkeit unter den anderen (SUP-) Surfern – bleib jedoch immer schön wachsam.

WIE FÄHRT MAN EINE WELLE BEIM STAND UP PADDLING ?

Eine Welle mit einem Stand Up Paddle Board zu befahren ist einfacher als beim normalen Surfen, da du bereits aufrecht auf dem Brett stehst. Und anstatt geradeaus bis zum Rand zu fahren, beginnst du jetzt damit, die Welle von einer Seite oder der anderen zu befahren  und die natürliche Bewegung der Welle zu nutzen. Eine Welle ist natürlich nicht starr und neigt dazu, sich nach links oder rechts zu brechen. Manchmal bricht eine Welle auch ganz plötzlich auf der gesamten Länge, wodurch sie nicht gesurft werden kann. Das nennt man "Close-out".

Vor deinem Take Off (Hineinfahren in eine Welle), musst du festlegen, auf welcher Seite der Welle du beginnen möchtest. Für gewöhnlich beginnen die Regular-Footer (rechter Fuß hinten) rechts und die Goofy-Footer (linker Fuß hinten) links, um die Welle mit dem Gesicht zur Wellenwand (Frontside) zu surfen, was einfacher ist, als eine Welle mit dem Rücken zur Wellenwand (Backside) zu surfen. Da kommt die Welle, mach dich bereit!
     - Richte dein Brett parallel auf die ankommende Welle aus, die Nase zeigt auf die Seite, die du für den Take Off gewählt hast.
     - Paddel kräftig auf der Seite der Welle, um anschließend das Paddel in die Welle einzutauchen, wodurch dieses als Drehpunkt genutzt wird und dein Brett sich in die richtige Position für den Take Off begibt (Turn).
     - Das Paddeln stoppen sobald du merkst, dass das Brett von allein auf der Welle gleitet (Surf)
     - Setze das Paddel-Blatt flach auf die Welle, um dich auszubalancieren
     - Drehe die Schultern zum oberen Teil der Welle, um die Fahrtrichtung auf der Welle zu ändern. 

WIE STÜRZT MAN SICH RICHTIG IN DIE WELLEN BEIM STAND UP PADDLING

Du befindest dich auf der Welle, was zwangsweise mehr oder weniger schnell mit einem Sturz enden wird. Du musst dem Sturz zuvorkommen, indem du, ohne das Paddel loszulassen, weit vom Brett und IMMER IN RICHTUNG WELLE springst, um zu vermeiden, dass dir das Brett durch die Welle auf den Kopf schlägt . Während des Sturzes wird sich die Leash spannen, da die Welle das Brett davontreibt. Dadurch wird ein Zug auf dein Bein ausgeübt (denk daran, dein Bein zu beugen, um den Druck besser auszugleichen, vor allem wenn du ein schweres Brett hast); du wirst eventuell erst einige weitere Wellen passieren lassen müssen (tauche jedes Mal unter der Welle durch, damit du nicht zum Ufer getrieben wirst), bevor du wieder zurück auf dein Brett steigst.

Du steigst anschließend wieder auf dein Brett, indem du es mit Hilfe der Leash (Fangleine, welche dich mit deinem Brett verbindet) zu dir zurückziehst. HALTE DIE LEASH NIEMALS IN DER HAND, WÄHREND DIE WELLE DEIN BRETT DAVONTRÄGT, da dies zu Verletzungen an den Fingern führen kann; HALTE NIEMALS DEIN BRETT AN EINER FINNE FEST, da dies die schärfste Stelle deiner Ausrüstung ist.

Egal, wie der Sturz von statten geht, lass niemals dein Paddel fallen. Das ist ein Reflex, der von Anfang an trainiert werden muss, damit das Paddel nicht in den Tiefen des Wassers verloren geht.

JÉRÔME

Redakteur DECATHLON Team (Image & Content Leader Itiwit)

Ich bin vor zehn Jahren auf das Stand Up Paddling gestoßen und habe seitdem das Glück, es in meinem Alltag bei Rennen mit Volldampf auf ruhigen Gewässern oder in den Wellen direkt neben meinem Büro in Hendaye mit meinem Itiwit-Board zu praktizieren.

Ich bin ein riesiger Glückspilz, daran erinnere ich mich jedes Mal, wenn ich mich in die Wellen stürze ...

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