Wie sollte ich mein Kind anziehen, wenn ich es beim Wandern trage?

WIE SOLLTE ICH MEIN KIND ANZIEHEN, WENN ICH ES BEIM WANDERN TRAGE?

KINDER IM SOMMER ANGEMESSEN ANZIEHEN

Wenn du dein Kind in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe am Körper trägst, ist es nicht nur vor Wind geschützt, sondern wird durch das Tuch oder die Tragehilfe wie von einer zusätzlichen Kleidungsschicht schön warm gehalten. Du solltest ihm also eher einen Body oder ein T-Shirt aus leichtem und atmungsaktivem Material anziehen. Allerdings ist es wichtig, dass möglichst alle Hautstellen bedeckt sind (Arme, Beine, Füße usw.), um sie vor der Sonne zu schützen. Pflicht sind auch Sonnenbrille und Hut!

Wenn du hingegen einen festen Tragerucksack verwendest, sollte dein Baby eine Windjacke und eine Mütze tragen, um es vor der Witterung zu schützen, vor allem wenn es nicht so eng an deinem Körper anliegt.
Zudem darfst du die Schuhe nicht vergessen, da insbesondere die Oberseiten der Füße anfällig für Sonnenbrand sind. Nicht bedeckte Hautstellen immer mit Sonnencreme eincremen!

Und schließlich kann man es nicht oft genug wiederholen: Lass dein Kind niemals zu lange in der prallen Sonne und gehe lieber vor 12 Uhr mittags oder nach 16 Uhr nachmittags ins Freie.

KINDER IM WINTER ANGEMESSEN ANZIEHEN:

Achte immer darauf, dass die Kleidung aus mehreren Schichten besteht (Stichwort Zwiebelprinzip). Die erste Schicht mit direktem Hautkontakt (T-Shirt, Strumpfhose, Body) sollte warm und atmungsaktiv sein. Merinowolle eignet sich hier deutlich besser als Baumwolle, da sie beim Schwitzen nicht zu Abkühlung führt. Die zweite Schicht sollte aus Fleece bestehen, damit sie schön warm hält. Die dritte Schicht (Jacke, Overall) muss je nach ausgeübter Aktivität warm und/oder wasserdicht sein.

Um unangenehme Stofffalten und kalte Stellen zu vermeiden, empfiehlt sich eine dritte Schicht in Form eines wärmenden Overalls.
Achte auf die Extremitäten! Auch bei Kleinkindern geht die meiste Wärme über den Kopf verloren, sodass eine Mütze auf jeden Fall Pflicht ist!  Aber auch Hände und Füße müssen ausreichend geschützt sein. Etwas weniger offensichtlich, aber genauso wichtig ist der Schutz der Augen durch eine Sonnenbrille, denn auch im Winter gibt es UV-Strahlung.

Im Winter solltest du lieber ein Tragetuch oder eine Tragehilfe verwenden, damit dein Kind von deiner Körperwärme profitieren kann. Wenn du dennoch beim Tragerucksack bleiben möchtest, musst du dein Kind entsprechend wärmer anziehen, um es vor Kälte und zugigem Wind zu schützen.

Während du das Tragen und Gehen übernimmst, bewegt sich dein Kind nicht, sodass es die kalte Witterung viel intensiver empfindet. Außerdem bewirkt die Physiologie des Kindes, dass es unter kalten Wetterbedingungen deutlich schneller friert. Unternimm deshalb am besten nur kurze Ausflüge ins Freie (eine halbe bis eine Stunde je nach Außentemperatur) bei möglichst schönem Wetter. 

Kleinkinder äußern sich häufig nicht über ihre körperlichen Empfindungen. Frage dein Kind also regelmäßig, ob ihm kalt ist und vergewissere dich, dass Hände und Füße trotz der Handschuhe und Schuhe nicht frieren. Um die Blutzirkulation in den Extremitäten schnell wieder in Gang zu bringen, kannst du es aus dem Tragerucksack nehmen und einige Schritte laufen lassen.

Sehr kleine Kinder sollten zudem warmgerieben und zur eigenständigen Bewegung angeregt werden (zum Beispiel durch Kitzeln).

WEITERE TIPPS UND EMPFEHLUNGEN 

Tipps
Bei jeder Wanderung hast du abwechselnd Phasen anhaltender Anstrengung bei Anstiegen und ruhige Abschnitte beim Gehen bergab oder während der Mittagspause. Wie kannst du dich dabei warm und trocken halten, um deinen Tag vollends zu genießen?
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