Wie nähere ich mich Anstiegen und Gipfeln an?

WIE NÄHERE ICH MICH ANSTIEGEN UND GIPFELN AN?

Unabhängig von der Form, in der man ist, ist das Erklimmen eines Gipfels eine körperliche Herausforderung, die Vorbereitung erfordert: Wahl des Gangs, der Geschwindigkeit, der Haltung, der Ausrüstung... Hier findest du Tipps, wie du Anstiege und Gipfel besonders gut angehen kannst.

EINEN GIPFEL ZU ERKLIMMEN ODER EINEN LANGEN ANSTIEG VON MEHREREN KILOMETERN ZU MEISTERN IST KEINE EINFACHE ANGELEGENHEIT.

Selbst mit gutem Training und einigen Kilometern in den Beinen ist ein Anstieg eine besondere Herausforderung.

Wenn du auf ebener oder leicht hügeliger Strecke unterwegs bist, dann hast du zwangsläufig tote Zeiten, in denen du dich weniger stark anstrengst oder nicht in die Pedale trittst, steigt die Straße jedoch stark an, ist jede Erholung verboten und du darfst auch nicht anhalten!

Hier also nun einige Ratschläge, die sicherlich wertvoll sein können und dank derer ich meine Überquerung der Pyrenäen ohne Schwierigkeiten geschafft habe, obwohl mir Anstiege schwer fallen.

ENTSCHEIDE DICH FÜR DEN RICHTIGEN GANG

Das Schwierigste daran, einen Gipfel zu erklimmen ist sicherlich, das richtige Zahnrad auszuwählen.

Man sollte ein sehr kleines Zahnrad auswählen und die Ratschläge von Einigen ignorieren, die sagen, "das geht mit 39x25." Ja, das könnte gehen, aber mit welcher Geschwindigkeit mit dem Fahrrad? Einige entscheiden sich für riesige Zahnräder, kommen nicht vom Fleck und haben schlussendlich starke Krämpfe, wenn sie am Gipfel ankommen.

Wenn du ein Dreifach-Getriebe hast, dann hast du mit Sicherheit eine kleine Kassette mit 26 Zähnen, dazu noch einen großen Zahnkranz mit 25 oder 27 Zähnen, damit kannst du dann einfach jede Steigung erklimmen.

Alle diejenigen, die ein kompaktes Pedalsystem haben, haben bestimmt Zahnradsysteme mit 34 Zähnen. Du kannst sie mit einer Kassette von 12-27 oder 12-28 ergänzen, je nachdem, was dein Geschäft vorschlägt.

Um meine Überquerung der Pyrenäen umzusetzen, habe ich mich für eine Platte mit 33 Zähnen entschieden (das Minimum, das man auf einem Kompaktsystem anbringen kann), mit einer Kassette von 13-28. Bei Steigungen von mehr als 9 % ist das 33 x 28 ein gutes Zahnrad.

Erfahrene Radfahrer werden dir auch sagen, dass es besser ist, immer ein Ritzel in Reserve zu haben, zum Beispiel nicht sofort deine 28 Zähne zu verwenden, sondern bei den 25 Zähne zu bleiben, so lange du kannst. FALSCH!

Wenn du ab dem kleinsten Abhang bereits das kleinste Zahnrad einsetzen möchtest, dann tu das auf jeden Fall!

DEINEN RHYTHMUS FINDEN

Sei das nun bei einem Jedermannrennen, einem Ausflug mit dem Verein oder mit Freunden, es besteht immer die Gefahr, dass du deinen Freunden folgen willst... und dich schnell im roten Bereich wiederfindest.

Das ist ein typischer Anfängerfehler. Bei einem Anstieg von 1h, vielleicht sogar mehr als 2h, ist das Wichtigste, deinen Rhythmus zu finden. Der Anstieg wird dich ins Schwitzen bringen, aber du solltest nicht im roten Bereich sein. Wenn du einen integrierten Pulsmesser hast oder deine maximale Herzfrequenz kennst, kannst du dich auf 85 % deiner maximalen Herzfrequenz stützen. Beträgt deine maximale Herzfrequenz 190 Pulsschläge, dann kannst du einen Gipfel mit 162/165 Schlägen hinauffahren.

Es ist besser, langsamer loszufahren als die anderen, um dann zum Ende hin noch beschleunigen zu können, wenn die Beine und das Herz es erlauben.

Die POSITIONEN VERÄNDERN

Wechsle ab zwischen Fahren im Sitzen und Fahren im Stehen. Es ist besser, während der meisten Zeit im Sitzen zu fahren, aber stehend zu fahren ermöglicht es dir, in einer Linkshaarnadelkurve zu beschleunigen.

TRINK UND ISS GENUG

Vor jedem Anstieg müssen deine beiden Trinkflaschen gefüllt sein. Du wirst dich stark anstrengen, manchmal mehr als eine Stunde lang und in die Sonne und die Höhe verstärken deine Dehydrierung. 1l Wasser ist also sicherlich nicht zu viel vor allem, da du während der Fahrt sicherlich nicht nachfüllen kannst.

Dasselbe gilt fürs Essen, achte darauf, dass du genügend dabei hast. Trockenobst, Müsliriegel, etc...

KLEIDUNG UND AUSSTATTUNG

Nimm deinen Helm auch nicht ab, wenn es heiß ist. Er wird dich vor Verbrennungen schützen.

Kleide dich, wie du es sonst auch tust. Nimm einen Wind- oder Regenschutz mit, den du in der hinteren Tasche aufbewahrst. Dadurch wirst du bei der Hangabfahrt nicht zum Eisklotz.

Denn selbst wenn es im Tal warm ist, wird es auf einem Gipfel in 1.600 bis 2.000m Höhe deutlich kühler (1° weniger pro 150m). Dazu kommt noch schweißgetränkte Kleidung und die Abfahrt kann wirklich unangenehm werden. Ein leichter Wind wird für eine angenehme Körpertemperatur sorgen.

UND WENN DU MEHRERE BERGE HINTEREINANDER BEZWINGST

Bewege deine Beine auch beim Abstieg und auch ins Leere, um die Muskeln warm zu halten. Wenn du die Beine während der gesamten Abfahrt ruhig hältst, kann es passieren, dass deine Muskeln ab dem nächsten Anstieg wie gelähmt sind.

EINE EINSAME ANSTRENGUNG

Einen Berg hinauffahren ist häufig eine einsame Anstrengung, die mit viel Leid verbunden ist. Mentale Stärke spielt hier eine große Rolle und du wirst viel Zeit ganz allein mit dir selbst verbringen. Glücklicherweise wird dir die Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, ebenso wie die häufig majestätische Landschaft dabei helfen, die Zeit zu vertreiben.

Aber bereite dich darauf vor, viel Zeit alleine auf der Straße zu verbringen, mit als einziger Begleitung deinem Atem... und der Natur.

Aber das Glück wartet am Gipfel. Was für eine Freude, den ersten Gipfel zu erklimmen, am berühmten Hinweisschild angekommen zu sein, der die Höhe des Gipfels angibt.

DIESE TIPPS KÖNNTEN DICH AUCH INTERESSIEREN

Tipps
Die Fahrradbeleuchtung ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit von Radfahrern. Mit der Verbreitung von LED-Leuchten und den immer besser werdenden Akkus hat sich dieses unverzichtbare Zubehör in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Die Auswahl ist groß und bietet für alle Anforderungen eine optimale Lösung.
Tipps
Ob in einfacher Ausführung oder mit komplettem Funktionsumfang kann sich ein Fahrradcomputer sowohl für deine sportlichen Aktivitäten als auch für den Weg zur Arbeit sowie sonntägliche Ausflüge als äußerst nützlich erweisen.
Tipps
Der Komfort und die Leistung eines Radfahrers hängt von seiner Ausrüstung ab. Überlasse nichts dem Zufall und wähle die für deinen Trainingsstil passendsten Schuhe aus.
Tipps
Beim Kauf eines Kinderrads stößt man sehr schnell auf das Wort „Zoll“. Selbst wenn man möglicherweise weiß, wie viel Zoll das eigene Rad hat, wird es kompliziert, wenn man ein 14 Zoll-Rad von einem 16 Zoll-Rad unterscheiden soll. Erklärungen sind daher willkommen ...
SEITENANFANG