WIE FINDE ICH DIE BESTE AUSRÜSTUNG ZUM SURFEN IM WINTER?

   

Sobald sich der Spätsommer seinem Ende nähert, wird es zunehmend einsam an deinem Sommerspot. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, um dich auf winterliche Surffreuden vorzubereiten! Dank unserer Tipps in diesem Artikel findest du die beste Ausrüstung, um gute Surfbedingungen auch im Winter genießen zu können. 

SURFEN IM WINTER: WELCHE AUSRÜSTUNG BENÖTIGE ICH?

Der Herbst hat noch nicht einmal richtig angefangen, aber allein beim Gedanken daran, zum Surfen ins kalte Wasser zu springen, fängst du schon an zu zittern. Doch auch wenn die Tage kürzer werden, gibt es zahlreiche Gründe, um auch im Winter weiter zu surfen – zum Beispiel perfekte Wellen und kaum andere Surfer im Wasser.

Bist du motiviert? Dann benötigst du lediglich die passende Ausrüstung und musst nur noch einige Tipps befolgen, um genauso entspannt wie im Sommer surfen zu können:

ZIEHE AB DEM HERBST EINEN GANZKÖRPERNEO AN

Ab Oktober beginnt die Wassertemperatur stark zu fallen, sodass es höchste Zeit für einen Ganzkörper-Neoprenanzug wird. Aber welche Dicke eignet sich am besten? 5/4, 4/3 oder 3/2 mm?

 

 

Bevor du ins Wasser springst, solltest du sehr genau die Dicke deines Neoprenanzugs auswählen, da diese die wärmeisolierende Wirkung und somit die Länge deiner Surfsession bestimmt.

Dein Neo ist wie eine zweite Haut, die dich vor dem kalten Wasser schützt. Seine Dicke wird dabei von drei Zahlenpaaren angegeben: 5/4, 4/3 oder 3/2 mm.

Der ideale Neo für den Herbst: Eine Dicke von 3/2 mm bedeutet, dass der Neoprenanzug an den Beinen und dem Torso 3 mm und an den Armen 2 mm dick ist. Für leichteres Paddeln ist das Material an den Armen dünner.

Ab einer Wassertemperatur von unter 17 °C solltest du dich für einen anderen Neo entscheiden:

Der unverzichtbare Neo für den Winter: Eine Dicke von 4/3 mm bedeutet, dass der Neoprenanzug an den Beinen und dem Torso 4 mm und an den Armen 3 mm dick ist. 

Es ist also ganz einfach: Je dicker das Material deines Neoprenanzugs, desto besser hält er dich warm.

Bester Schutz bei sehr kalten Wassertemperaturen: Eine Dicke von 5/4 mm bedeutet, dass der Neoprenanzug an den Beinen und dem Torso 5 mm und an den Armen 4 mm dick ist. 

Hinweis: Manchmal findest du auch Neoprenanzüge mit der Bezeichnung 5/4/3 mm (wie zum Beispiel unser Modell für Frauen). Diese bilden einen Kompromiss aus den Materialdicken 4/3 und 5/4 mm.

OPTIMALER KÄLTESCHUTZ DANK WEITEREM NEOPRENZUBEHÖR 

Hast du trotz eines dicken Neoprenanzugs wenig Lust, dich im kalten Wasser ins Line-up zu begeben?

Das muss nicht unbedingt heißen, dass du eine Frostbeule bist. Natürlich hält dich ein zusätzliches Thermo-Shirt unter deinem Neo besser warm. Aber hast du auch daran gedacht, deine Hände und Füße entsprechend zu schützen? Vor allem über den Kopf entweicht die Körperwärme sehr stark. Denke daher immer an eine Neoprenhaube. 
Bei Wassertemperaturen unter 17 °C empfehlen wir dir, zur Vermeidung von Wärmeverlusten auch die Extremitäten zu bedecken.

 

Als erstes Zubehör ergänzen Neoprenschuhe die Wärmeisolierung deine Körpers. Dabei wird zwischen zwei Arten von Neoprenschuhen unterschieden:

NEOPRENSOCKEN ZUM SURFEN ODER BODYBOARDEN: Mit Sohlen aus Polyurethan sind diese Socken flexibler als Neoprenschuhe, halten jedoch deine Füße schön warm und ermöglichen einen rutschfesten Stand auf dem Board. Diese Eigenschaften werden nicht nur von Surfern sehr geschätzt, sondern dienen auch beim Bodyboarden dazu, die Füße in den Schwimmflossen zu schützen.

NEOPRENSCHUHE: Diese Schuhe bestehen aus dickerem Neopren (3 oder 5 mm) und bieten einen besseren Schutz sowohl gegen die Kälte als auch gegen Felsen oder andere Hindernisse im Wasser. Außerdem sind sie sehr nützlich, wenn du erst mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegen musst, um zu deinem Spot zu kommen.

 

Zum Surfen im Winter empfehlen sich zudem Handschuhe und eine HAUBE.

HANDSCHUHE: Beim Surfen verbringst du mehr als 90 % deiner Zeit mit dem Paddeln. Deshalb solltest du auf jeden Fall Handschuhe tragen, wenn die Wassertemperatur unter 12 °C sinkt.

HAUBE: Ab einer Wassertemperatur von 7 °C sollten auch die hartgesottensten Surferinnen und Surfer eine Neoprenhaube tragen! Diese schützt dich nicht nur gegen die kalte Luft, während du im Line-up auf die nächste Welle wartest, sondern vermeidet auch einen Kälteschock beim Duckdive.

IST DEINE AUSRÜSTUNG KOMPLETT?

Wenn langsam aber sicher der Herbst Einzug hält, beginnt dein Wettlauf mit der Sonne. Wirst du es nach deinem Arbeitstag schnell genug ins Wasser schaffen oder versinkt sie noch vor deiner Session im Meer? Ja, die langen Sessions an nie enden wollenden Sommerabenden sind vorerst vorbei. Aber lass dich davon nicht entmutigen, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben! In der kalten Jahreszeit wirst du sicherlich weniger surfen, aber mit der richtigen Ausrüstung nicht unbedingt schlechter. Hast du alles, was du brauchst?

WACHS FÜR KALTES WASSER

Wenn sich die Jahreszeit ändert, musst du auch ein anderes Wachs für dein Surfboard verwenden: Ab Oktober oder spätestens November solltest du das Sommerwachs entfernen und Wachs für kaltes Wasser auftragen.

ERSATZ-LEASH

In der kalten Zeit des Jahres ist der Swell im Allgemeinen konstanter und stärker. Überprüfe deshalb den Zustand deiner Leash und ihrer Befestigung an deinem Surfbrett.

Da man außerdem nie vorsichtig genug sein kann, solltest du immer auch eine Ersatz-Leash inklusive Befestigungskordel dabeihaben. So musst du deine Session auch dann nicht abbrechen, wenn deine Leash einmal den Geist aufgegeben hat.

Außerdem solltest du insbesondere bei knackigen Surf-Session im Winter kein Risiko eingehen: Sobald deine Leash Anzeichen von Verschleiß aufweist, tausche sie aus! Dies empfiehlt sich mindestens einmal pro Jahr.

DAS RICHTIGE SURFBOARD FÜR WINTERLICHE BEDINGUNGEN

Beim Take-off im Winter kann das Surfboard unter deinen Füßen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Wenn du bereits an unterschiedliche Shapes gewöhnt bist, weißt du, dass einige Modelle reaktionsschneller sind, andere besser aus dem Wasser kommen und wiederum andere das Paddeln erleichtern. Es gibt kein perfektes Surfboard für alle Bedingungen und Wellengrößen. Deshalb ist es durchaus empfehlenswert, für die gesamte Saison mehrere Modelle parat zu haben. Einige größere und dickere Boards eignen sich besonders für die kleineren Wellen im Sommer (zum Beispiel Longboards und Surfbretter aus Schaumstoff), andere sind feiner geschnitten (Shortboards) und somit eher für kraftvollere und stärker brechende Wellen zu empfehlen.

Unser Tipp: Übe das Surfen mit verschiedenen Shapes und Boardgrößen, damit du deine Surftechnik verbessern und deinen Stil perfektionieren kannst.

VORBEREITUNGEN FÜR NACH DER SESSION

   

Nach der Anstrengung folgt die Erholung! Im Winter solltest du auch für den Moment vorsorgen, wenn du nach einer Session aus dem Wasser kommst. Ansonsten kann dir die gute Laune recht schnell vergehen.

NEOWANNE ODER -TASCHE FÜR REGNERISCHE TAGE

Surfen im Regen macht richtig Spaß! Häufig herrscht während regnerischer Sessions zugleich ablandiger Wind (Offshore), außerdem ist außer dir fast niemand im Wasser. Bessere Bedingungen finden sich nur selten. Sobald du jedoch zu deinem Auto zurückkehrst und dich im Regen umziehen musst, trübt sich deine Stimmung. Eine Tasche oder eine Kunststoffwanne für deinen Neo hat den doppelten Vorteil, dass er nicht nur deine Füße vor dem nassen Boden bewahrt, sondern du deinen nassen Neoprenanzug auch verstauen kannst, ohne dabei für eine Überschwemmung in deinem Kofferraum zu sorgen.

EIN PONCHO WÄRMT DICH AUF

Um dich im Winter nicht zu erkälteten, solltest du dich so gut wie möglich gegen den Wind schützen. Am besten bereitest du schon im Voraus deine Kleidung vor, um dich dann unter deinem Poncho umzuziehen (T-Shirt richtig herum, Hose griffbereit usw.). Macht dir das Wetter einen Strich durch die Rechnung? Dann hilft nur noch eins: Ziehe deinen Poncho als Schutz über deinen Autositz, dreh die Heizung auf und ab nach Hause! 

THERMOSKANNE

Mal ganz unter uns: Um nach einer Session im kalten Wasser wieder zu Kräften zu kommen, gibt es nichts Besseres, als eine heiße Kanne heiße Schokolade oder, die im Auto auf dich wartet!

Tipp: Bereite auch eine Wärmflasche vor, bevor du surfen gehst! Damit kannst du deine Hände und Füße wärmen, die nach einer langen Session durchaus eiskalt gefroren sein können.

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