WIE BEREITE ICH MEINE SAMENKÖDER FÜR DAS KARPFENANGELN VOR?

Mais? Lupine? Hanf? Tigernuss? Die verschiedenen Köder unterscheiden sich in Farbe, Gewicht, Größe und Geschmack voneinander.

Mais? Lupine? Hanf? Tigernuss? Die verschiedenen Köder unterscheiden sich in Farbe, Gewicht, Größe und Geschmack voneinander.

Sie alle haben aber eins gemeinsam: es gibt reichlich davon! Ein Kilo Samen enthält eine Vielzahl an einzelnen Happen. Dadurch eignen sich Samen besonders für das Angeln auf Karpfen oder Weißfische.

Für die Cypriniden bedeutet ein Samenteppich auf dem Gewässerboden:

• eine reichhaltige und leicht zugängliche Nahrungsquelle

• perfekte Sichtbarkeit, um die Nahrung zu finden

• natürlicher und höchst attraktiver Geruch und Geschmack

 

Für noch bessere Lockwirkung müssen die Samen in einem zweiteiligen Prozess vorbereitet werden. Die beiden Abschnitte sind das Einweichen und das Kochen.

Zunächst sollten wir aber auf die Aufbewahrung zu sprechen kommen.

DIE AUFBEWAHRUNG

Samen sind reich an Nährstoffen, stehen aber kurz davor, zu Pflanzen zu werden, wodurch sie leicht keimen. Um diesen natürlichen Vorgang zu verhindern, musst du die Samen an einem trockenen Ort aufbewahren, der vor Feuchtigkeit und Hitze geschützt ist. In blauen Plastiktonne, wie sie beispielsweise im Garten verwendet werden, kannst du sie langfristig aufbewahren. Du solltest dran denken, ab und zu den Deckel zu öffnen, um das CO2 rauszulassen.

Ansonsten brauchst du nur die Samenmenge zu entnehmen, die du brauchst und anschließend den Deckel wieder sorgfältig zu verschließen.

DAS EINWEICHEN

Damit die Samen wieder auf ihr ursprüngliches Gewicht und Volumen kommen, müssen sie zunächst eingeweicht werden. Je nach Art der Samen kann dies zwischen 24 und 72 Stunden dauern. Du kannst während des Einweichens Zucker hinzugeben, um die Attraktivität zu erhöhen. Es ist kein Problem, die Samen länger einweichen zu lassen, damit sie noch besser ihre ursprüngliche Form wiedererlangen. Das Angeln wird dadurch nur noch besser gelingen!

Auf keinen Fall sollte man diesen Schritt jedoch überspringen. Trockene Samen, die ihr Volumen im Magen des Fisches verdoppeln, können dessen Verdauung stören und sogar zum Tod führen.

DAS KOCHEN

Das Kochen dauert zwischen 20 und 30 Minuten und sollte in kochendem Wasser erfolgen. Das Kochen erhöht den Nährwert der Samen und hilft der Verdauung des Fisches. Du solltest diesen Vorgang gut im Blick haben, damit die  Samen nicht zu weich werden. So lassen sie sich leichter anködern. Du kannst eine große Menge an Samen vorbereiten, indem du Einmachgläser verwendest. 

Achtung: Verschiedene Samenarten sollten nicht zusammen gekocht werden. Die Garzeit für Hanf ist nicht dieselbe wie für Mais!

 

#Caperlan-Trick

Samen nehmen Aromen auf und speichern diese. Du kannst also flüssiges Gooster-Lockmittel von Caperlan hinzugeben. Für noch höhere Attraktivität kannst du die Samen auch zerreiben.

 

Du kannst zuvor ein paar Samen beiseite legen, die du zum Anködern verwenden willst. Das sollten die größten, am perfektesten geformten sein. Du kannst verschiedene Lockmittel hinzugeben oder die Samen sogar färben, um ihre Lockwirkung zu steigern. Färben geschieht im Kochwasser. Du hast die Wahl zwischen natürlichen Farbstoffen wie Kurkuma oder Curry oder Lebensmittelfarbe, die man leicht im Handel findet.

 

Abschließend hier noch Zeitangaben für Einweichen und Kochen (kochendes Wasser) für die wichtigsten Körner für Karpfenangler:

 

Mais:

Einweichen: 48 h

Kochen: 30 Min.

 

Hanf:

Einweichen: 72 h

Kochen: 15 Min. (die Samen müssen anfangen zu keimen)

 

Weizen:

Einweichen: 48 h

Kochen: 30 Min.

 

Lupine:

Einweichen: 72 h (mit 250 g Zucker pro Kilo, damit sie nicht so bitter sind)

Kochen: 20 Min. für Köder, 1 h für Anfüttern

 

Tigernuss:

Einweichen: 72 h (mit 250 g Zucker pro Kilo)

Kochen: 3 h unter regelmäßigem Umrühren

 

 

Gerne kannst du deine Tipps für die Samenvorbereitung in den Kommentaren mit uns teilen. 

DIE LIEBLINGSTIPPS DER ANGLER

Tipps
In diesem Artikel erfährst du, welche Orte du aufsuchen solltest und welches Material du verwenden solltest, um deine Chancen auf einen Fang zu steigern.
Tipps
Das Angeln auf Forelle leitet üblicherweise die Angelsaison im Süßwasser ein. Die Hoffnung ist also groß, hier den ersten Fisch der Saison zu keschern. Damit bei deiner Saisoneröffnung alles glatt geht, gibt es nicht eine einzige Wundertechnik, sondern mehrere wirkungsvolle Techniken, die du kennen solltest. Mit der Toc-Methode? Mit Ködern? Mit Fliegen? All diese Ansätze können funktionieren und Anfang dieser Saison für große Freude am Ufer sorgen. Wir zeigen dir heute all diese Techniken, damit du zum Saisonanfang gut informiert bist.
SEITENANFANG