WAS IST PADEL?

Wie funktioniert dieser Sport, bei dem die Spieler in einer Art Käfig aus Beton und Gittern hin und her laufen? Und was sind das für komische Schläger in Form eines Wassertropfens oder Diamanten? Padel wurde 1969 vom mexikanischen Geschäftsmann Enrique Corcuera erfunden, der zum einen seinen Tennisplatz vor wuchernden Pflanzen schützen und zum anderen seiner Frau das Tennisspielen beibringen wollte, ohne dabei ständig die Bälle einzusammeln. Ein Freund von Enrique fand dieses Konzept dermaßen interessant, dass er ein offizielles Spielfeld und entsprechende Regeln entwarf, die vor allem nach Spanien exportiert wurden und noch heute gelten. Padel heute hauptsächlich in spanischsprachigen Ländern von mehr als acht Millionen Spielern weltweit gespielt.

SPIELFELD UND REGELN

Das Spielfeld ist 20 m lang und 10 m breit. Es besteht aus vier viereckigen Aufschlagfeldern und einem Netz. Außerdem ist es an seinen Enden von 3 m hohen Mauern mit zusätzlich 1 m Gitter begrenzt.

Das Spielfeld ist auf ganzer Länge von einer zwei Meter hohen Mauer und einem 12 Meter langen Gitter umgeben.

Das Padel-Spielfeld ist also in etwa eine Mischung aus denen von Tennis und Squash.

Beim Padel gelten folgende Regeln:

Das Spiel wird im Doppel (zwei gegen zwei) ausgetragen. Es gibt auch Einzelspielfelder, aber das macht weniger Spaß!

Aufschlag: Der Aufschlag wird in maximal zwei Versuchen diagonal ausgeführt.  

Dabei darf der Ball einmal aufkommen.

Vor dem Return muss der Ball ebenfalls einmal im Feld aufkommen.

Danach darf der Ball eine Wand berühren (aber kein Gitter).

Nach dem Aufprallen kann der Ball das Spielfeld verlassen und darf auch von dort aus zurückgeschlagen werden.

Die Punkte werden wie beim Tennis gezählt (15, 30, 40, Vorteil mit Sätzen bis sechs Punkte).

Auch die Bälle ähneln Tennisbällen, sind jedoch etwas größer und langsamer.

 

Nun kennst du die Grundregeln und kannst mit Padel beginnen. Also besorge dir die erforderliche Ausrüstung, um bei dieser Sportart möglichst viel Spaß zu haben!

DIE AUSRÜSTUNG ZUM EINSTIEG

Zunächst beschaffst du dir relativ langsame Padel-Bälle mit großem Durchmesser, dann geht es an die Auswahl des Schlägers:

Schlagfläche in Tropfenform: Diese Schlägerform bietet ein besonders breites Zentrum und erleichtert somit das genaue Schlagen des Balls.

Leichter Schläger: Für gute Handlichkeit sollte dein Schläger zwischen 350 und 380 g wiegen.

Ausgewogener Schlägerkopf: Schlagkraft und Präzision sollten sich die Waage halten.

Dicke von zirka 36 mm: Je dünner der Schläger, desto mehr Ballgefühl und -kontrolle.

Zu deiner kompletten Ausrüstung gehört auch ein paar Schuhe mit geriffelter Sohle (wie beim Tennis auf Sand). Padel wird auf einem Kunstrasenplatz mit einer feinen Sandschicht gespielt, sodass dir deine Schuhe einen guten Halt bieten müssen.

ERSTE SCHRITTE

Bist du bereit, in die Arena zu treten? Hast du deinen idealen Spielpartner gefunden? Dann sind hier noch einige Tipps für einen guten Einstieg ins Padel.

 

Gutes Aufwärmen ist wichtig! Dies gilt insbesondere für das Drehen der Handgelenke, Knie, Hüfte und des Rückens. Du wirst schnell merken, dass du umso weniger Fehler machst, je schneller du dich um die eigene Achse drehen kannst.

Spiele zunächst mit langsamen Schlägen eins gegen eins über die Hälfte des Platzes. Lass den Ball an dir vorbeifliegen, damit der gegen die Wand prallt. Danach schlägst du ihn zurück. Diesen Schlag bei ungewohnter Flugbahn solltest du mehrfach üben.

Insbesondere solltest du dabei verschiedene Winkel ausprobieren, um möglichst schnell Fortschritte zu machen.

Sobald du dich richtig aufgewärmt hast, kannst du das Spiel im Doppel beginnen. Schlage aber nicht zu hart! Beim Padel kommt es vor allem auf Präzision und Geduld an. Außerdem können Ballwechsel sehr lange dauern, denn auch wenn ein Ball am Gegner vorbeifliegt, ist der Punkt noch lange nicht gewonnen. Schließlich gibt es noch die Wände am Ende des Spielfelds!

 

Denke bei den Ballwechseln immer daran, auf deiner Seite des Spielfeldes zu bleiben. Du musst jeden Ball spielen, der in deiner Hälfte landet, und solltest deinen Partner in seiner Hälfte nicht stören.

 

Hab einfach Spaß! Das ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung deines Padel-Spiels! Bei diesem dynamischen Sport trainierst du alle deine Muskelgruppen – vor allem die Lachmuskeln.

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