WARUM SOLLTE ICH MICH KÖRPERLICH AUFS SURFEN VORBEREITEN?

Natürlich musst du vor allem auf deinem Board im Wasser üben, um möglichst schnell Fortschritte zu machen. Aufgrund deines Wohnorts, der Bedingungen oder deines Terminkalenders kannst du jedoch häufig nicht so oft surfen, wie du gerne möchtest. Aber wusstest du, dass du dich auch durch ein Training an Land im Surfen verbessern kannst?

Wer kennt es nicht - ab einem gewissen Level ist ein weiterer Fortschritt nur schwer zu machen. Die häufigsten Faktoren hiebei sind nicht genug SELBSTVERTRAUEN, nicht genug KRAFT oder schlicht ergreifend fehlende HARTNÄCKIGKEIT. Wir zeigen dir, was du tun kannst, um genau das zu überwinden, um weiter Fortschritte im Surfen zu machen. 

Körperliche Vorbereitung aufs Surfen ist nicht nur etwas für Profis! Um beim Wellenreiten möglichst gute Fortschritte zu machen, solltest du auf jeden Fall einer ergänzenden sportlichen Betätigung nachgehen. Übungen an Land können dir helfen, einzelne Skills zu verbessern, doch Trockenübungen bieten noch weitere Vorteile: 

● Vermeidung von Verletzungen

● weniger Müdigkeit während und nach deinen Sessions

● Kräftigung der Muskulatur für mehr Leistungsfähigkeit im Wasser

● Verbesserung deines Körperbewusstseins und deiner Technik

● oder ganz einfach: BESSERES SURFEN!

WORAN MUSS ICH BESONDERS ARBEITEN, UM MICH IM SURFEN ZU VERBESSERN?

Schauen wir uns zunächst einmal Schritt für Schritt eine Surfsession an:
UM DAS LINE-UP ZU ERREICHEN, BENÖTIGST DU VOR ALLEM AUSDAUER UND KRAFT

Beim Surfen verbringst du nahezu 90 % deiner Zeit mit dem Paddeln durchs Wasser. Deshalb solltest du über eine möglichst gute Kondition verfügen. Um beim Hinauspaddeln brechende Wellen zu überwinden und das Line-up zu erreichen, muss du tiefe Duckdives durchführen. Diese erfordern besonders viel Kraft in deinen Armen.

FÜR DEINEN TAKE-OFF BENÖTIGST DU EXPLOSIVITÄT

Damit du im entscheidenden Moment schnell auf die Welle kommst, musst du deine Schlagfrequenz deutlich erhöhen und auf den letzten Metern besonders intensiv paddeln. Daraufhin musst du deine gesamte Muskelkraft mobilisieren, um dich auf deinem Brett aufzurichten und anspruchsvolle Manöver zu fahren.

FÜR MEHRERE MOVES HINTEREINANDER MUSST DU DEIN GLEICHGEWICHT HALTEN KÖNNEN UND BEWEGLICH SEIN

Um deine Körperhaltung schnell ändern, die maximale Geschwindigkeit erreichen und dein ganzes Potenzial ausnutzen zu können, benötigst du eine sehr gute Beweglichkeit. 

FÜR MEHR SELBSTVERTRAUEN BEI STÜRZEN ARBEITE AN DEINER ATMUNG

Unter schwierigeren Surfbedingungen musst du in der Lage sein, sehr lange deine Luft anzuhalten und unter Wasser zu bleiben. Je besser du darin geübt bist, desto leichter wirst du auch unerwünschtes Untertauchen gefahrlos überstehen.

SCHWIMMEN VERBESSERT DEINE AUSDAUER 

Zahlreiche „Cardio“-Sportarten können dir dabei helfen, deine Ausdauer fürs Surfen zu verbessern. Dennoch eignen sich einige besser als andere. Besonders hilfreich ist Schwimmen, das – neben anderen Wassersportarten – bei weitem die meisten Gemeinsamkeiten mit dem Surfen aufweist.

Zunächst einmal kommt es sowohl beim Surfen als auch beim Schwimmen darauf an, dass du dich schwimmend über Wasser halten kannst. Dies gilt sowohl für Einsteiger als auch für die erfahrensten Profis. Außerdem wird dir eine bessere Schwimmtechnik dabei helfen, schneller das Line-up zu erreichen und auch nach einem Wipeout schneller wieder an die Wasseroberfläche zu kommen.

Wie du bereits feststellen konntest, besteht die größte Schwierigkeit beim Surfen nicht etwa darin, den Take-off hinzukriegen, sondern überhaupt eine Welle zu erreichen. Deshalb solltest du vor allem das Kraulen trainieren, bei dem die gleichen Muskeln zum Einsatz kommen wie beim Anpaddeln einer Welle.

 

TRAININGSHÄUFIGKEIT:

Regelmäßiges Schwimmen zweimal pro Woche wird dir nicht nur dabei helfen, für deine nächste Session körperlich fit zu bleiben, sondern auch zur Verbesserung deiner Surftechnik beitragen.

 

AN DAS SURFEN ANGEPASSTES SCHWIMMTRAINING:

Besonders gut eignet sich Intervalltraining, bei dem du zum Beispiel zwei Bahnen mit deinem normalen Tempo und dann 25 m so schnell wie möglich schwimmst (als würdest du gerade versuchen, durch brechende Wellen ins Line-up zu kommen). Bei dieser Übung trainierst du gleichzeitig deine Ausdauer und deine Explosivität – also zwei Aspekte, die während 90 % deiner Surfsessions zum Tragen kommen.

FREITAUCHEN STEIGERT DEIN SELBSTVERTRAUEN UND VERRINGERT DIE ANGST VOR WIPEOUTS  

Beim Sturz von deinem Board hast du meistens nicht ausreichend Zeit, um noch einmal tief Luft zu holen, bevor du unter Wasser gedrückt wirst. Wenn dann auch noch mehrere Wellen hintereinander brechen, wird das Atmen dadurch nicht gerade erleichtert. Es kann also durchaus eine Weile dauern, bis du wieder Luft bekommst.

Dennoch kannst du ganz beruhigt sein, denn die meisten Wellen halten dich nicht länger als maximal 12 Sekunden unter Wasser. Selbst wenn du also nicht sofort wieder atmen kannst, wirst du mit der nötigen Selbstbeherrschung auch solche Situationen sicher überstehen.

Doch wo du dich schon einmal im Schwimmbad befindest, um das Paddeln zu trainieren, kannst auch gleich durch etwas Freitauchen deine Stressbewältigung trainieren: Entspanne dich, halte unter Wasser deine Luft an und versuche, deinen Herzrhythmus zu senken, um so wenig Sauerstoff wie möglich zu verbrauchen.

 

TRAININGSHÄUFIGKEIT: 

Um ganz unbesorgt surfen zu können, empfehlen wir dir, dass du deinen Atem mindestens zwischen 40 und 60 Sekunden anhalten können solltest.

Für mehr Selbstsicherheit unter Wasser und auf den Wellen ist Freitauchen eine hervorragende Übung nicht nur für die besten Surfer. Möchtest du lieber ganz in Ruhe unter Wasser warten, bis eine Serie brechender Wellen über dir hinweg gezogen ist, oder willst du an der Oberfläche verzweifelt gegen sie ankämpfen, um irgendwie wieder Luft zu kriegen? Wenn du das nächste Mal in einer solchen Situation bist, wirst du dich glücklich schätzen, dein Tauchtraining immer gewissenhaft durchgezogen zu haben.

YOGA FÜR BESSERES ATMEN UND MEHR BEWEGLICHKEIT

Yoga ist eine Sportart, bei der du gleichzeitig Körper und Geist trainieren kannst, die beim Surfen untrennbar miteinander verbunden sind.

VERBESSERTES ATMEN UND HÖHERE KONZENTRATION

Wie schon das Freitauchen ist auch Yoga eine sehr gute Möglichkeit, deine Atmung und Selbstbeherrschung zu trainieren. Wenn du nach einem Wipeout unter Wasser in Panik gerätst, beschleunigt dein Herzschlag und dein Gehirn ist in Alarmbereitschaft. Der Stress gewinnt die Oberhand und du verlierst die Kontrolle über deine Atmung. Wenn du jedoch auch in kritischen Situationen beim Surfen jederzeit Herr (oder Herrin) der Lage bleibst und deine Atmung unter Kontrolle hast, kannst du auch deine Emotionen besser steuern und bei vollem Bewusstsein handeln.

 

EIN KRÄFTIGER UND GELENKIGER KÖRPER

In körperlicher Hinsicht ermöglicht dir Yoga, deine verspannte Muskulatur lockern, gelenkiger zu werden und die Tiefenmuskulatur zu kräftigen.

Wenn du gelenkiger bist, kannst du auch beim Take-off deutlich explosiver agieren und deine Wellen viel leichter surfen. Dank der erhöhten Gewandtheit und Flüssigkeit deiner Bewegungen bist du viel eher in der Lage, auch mehrere Manöver hintereinander zu fahren.

Durch die Verbesserung deiner Muskelkraft und deines Gleichgewichtssinns führst du alle Moves fehlerfrei aus. Dabei hilft dir besonders Ashtanga-Yoga.

 

VERBESSERE DEINEN STIL

Wenn in deinem Terminkalender kein Platz mehr ist für regelmäßige Yoga-Einheiten, solltest du zumindest jeden Abend 15 bis 20 Minuten Dehnübungen machen. Ohne regelmäßiges Dehnen wirst du schnell feststellen, dass sich dein Stil beim Surfen verschlechtert und „steif“ wird. Dadurch stehst du quasi gerade anstatt gebeugt auf deinem Board. Durch das Training deiner Gelenkigkeit wirst du jedoch viel lockerer oder „loose“ fahren, was zudem auch schöner anzusehen ist.

Vor allem solltest du dich vor jeder Surfsession ausreichend aufwärmen und auch danach deine Muskeln dehnen, damit du im Wasser keine Krämpfe bekommst.

MIT CROSS-TRAINING ZU MEHR EXPLOSIVITÄT

Beim Surfen trainierst du deine Arme und die Rückenmuskulatur, aber kaum deine Bauchmuskeln und die Beine. Um dennoch ausreichend Kraft zu haben und dein Gleichgewicht halten zu können, solltest du letztere außerhalb des Wassers kräftigen.

Beim Surfen trainierst du kaum deine Bauchmuskeln, aber durchaus deinen Rücken. Dadurch kann sich ein Ungleichgewicht in deiner Muskulatur ergeben, das Schmerzen im Kreuz hervorrufen kann. Du kannst Rückenschmerzen vermeiden, indem du regelmäßig Kräftigungsübungen durchführst:

 

BAUCHMUSKELTRAINING:

Gut ausgebildete Längsmuskeln sorgen für eine optimale Übertragung der Muskelkraft auf den Rest des Körpers. Die Bauchmuskeln sind für jede Art von sportlicher Betätigung unverzichtbar, da sie als Stabilisatoren für ein gutes Gleichgewicht sorgen.

 

BURPEES:

Burpees sind integraler Bestandteil des Muskeltrainings von Profisurfern. Dabei führst du in flüssiger Bewegung und ohne Pause eine Kniebeuge, ein Liegestütz und einen Strecksprung aus, bei dem du in die Hände klatscht.

Burpees sind besonders dazu geeignet, den Take-off zu üben. In dieser kompletten Bewegung musst du dich aus liegender Position so schnell wie möglich in den Stand aufrichten.

Der große Vorteil von Burpees besteht darin, dass du sie quasi überall sowie drinnen und draußen durchführen kannst, da du dazu keine Geräte benötigst.

 

Kennst du auch den Surfer-Burpee?

Der Unterschied zum normalen Burpee liegt im Augenblick des Springens, in dem die Landung auf dem Surfboard simuliert wird. Du landest also so, als würdest du mit einem Bein nach vorn und einem nach hinten auf dem Board stehen. Dabei sind die Knie leicht gebeugt und die Arme etwas ausgebreitet, als würdest du damit beim Surfen das Gleichgewicht halten wollen.

 

Tipp: Nutze einen Gymnastikball!

Um Trainingsübungen spielerisch, sanft und ohne Verletzungsgefahr durchzuführen, kannst du zudem einen Gymnastikball verwenden.

AUF DEM SKATEBOARD VERBESSERST DU DEINEN GLEICHGEWICHTSSINN UND TRAINIERST DEINE BEINE

Dank seiner speziellen Bauweise reproduziert das Carver Skateboard die Surfbewegungen und ermöglicht es dir so, deine Technik auch auf dem Asphalt regelmäßig zu trainieren.

Nicht jeder hat schließlich das Meer oder einen Surfpark vor der Haustür. Aber ich halte jede Wette, dass es in der Nähe deines Wohnorts eine abfallende Straße gibt! Die neuartigen Carver Skateboards empfinden die Bewegungen beim Surfen auch an Land nach.

Im Unterschied zu herkömmlichen Skateboards musst du dich bei Carver Skateboards durch Druck auf die Seiten maximal in die Kurve legen. Dies hilft dir dabei, dein Becken und deine Arme einzusetzen, um Geschwindigkeit aufzunehmen, wie du es auch beim Surfen auf der Welle tust.

Carver Skateboards eignen sich zudem hervorragend zum Üben von Bottom Turns und Top Turns, weil du damit dein Gleichgewichtsgefühl trainierst. Zweifellos ist Skateboardfahren nicht nur eine besonders zugängliche Sportart, um das Wellenreiten auch an Land zu üben, sondern macht darüber hinaus auch noch riesigen Spaß.

 

WACKELBRETT UND SLACKLINE

Um auf deinem Surfboard das Gleichgewicht halten zu können, musst du deine Tiefensensibilität und deine Muskulatur trainieren. Mit Wackelbrett und Slackline erreichst du dieses Ziel auf spielerische Art und Weise. Auch wenn dabei die Surfbewegungen nicht eins zu eins umgesetzt werden, kannst du dennoch diese beiden körperlichen Aspekte verbessern, die für Fortschritte beim Wellenreiten unverzichtbar sind.

Wackelbretter oder Indo-Boards sind ideal, weil du dich darauf nach vorn und hinten bewegen sowie seitlich in alle Richtungen kippen kannst. Wenn du dein gespartes Geld jedoch lieber für ein neues Surfboard ausgeben willst, kannst du auch einfach ein altes Brett und ein rundes Stück Holz nehmen, um dein Gleichgewicht zu trainieren!

WÜRDEST DU BEI DIESEN BEDINGUNGEN SURFEN?

„Es bringt nichts, bei Bedingungen surfen zu gehen, für die dein Leistungsstand nicht ausreicht. Manchmal muss man einfach akzeptieren, das die herrschenden Bedingungen nicht für einen gemacht sind. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Nimm dir die Zeit, dich im Surfen zu verbessern und deine Fitness auf Vordermann zu bringen, bevor du dich kopfüber mit deinem Surfboard unterm Arm ins Wasser stürzt. Für kontinuierliche Fortschritte beim Surfen ist es deshalb unverzichtbar, auch ergänzende Sportarten auszuüben, damit du deine nächsten Sessions vollends genießen kannst.“ 

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Die Pilates Methode wurde in Europe eingeführt, ist in den USA sehr bekannt und wird in der Welt immer mehr getrieben. Sie ist für jeden geeignet, sogar für schwangere Frauen.
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