TRIATHLON-GLOSSAR

Die im Triathlon verwendete Terminologie ist sehr speziell und enthält viele Anglizismen und Abkürzungen. Dieses Glossar wird dir helfen, die Fachausdrücke besser zu verstehen und mit deinen Mitstreitern im „Triathlon-Jargon“ zu sprechen.

A

AEROB/ANAEROB

Mit diesen Begriffen wird der Komfortbereich der Atmung eines Menschen bezeichnet, wenn er sich körperlich anstrengt. Im aeroben Bereich ist die körperliche Kraftanstrengung moderat: Man kann sie eine Weile aufrechterhalten und dabei zum Beispiel auch sprechen. Bei ausreichender Sauerstoffversorgung der Muskeln spricht man von aerober Energiebereitstellung. Die anaerobe Ausdauerleistung ist hingegen sehr intensiv und kann nicht besonders lange durchgehalten werden. In diesem Fall wird mehr Sauerstoff verbraucht als ein Läufer bereitstellen kann –  man spricht dann von anaerober Energiebereitstellung.

ALLGEMEINES KONDITIONSTRAINING

Beim allgemeinen Konditionstraining werden Übungen zum Muskelaufbau wie Bauchmuskelübungen, Unterarmstütz und ähnliches gemacht, um leistungsstärker zu werden und Verletzungen vorzubeugen.

AUSDAUER

Ausdauer ist die Fähigkeit, eine Leistung über einen längeren Zeitraum zu erbringen, ohne dabei zu ermüden. Beim Triathlon erfordern lange Wettkampfstrecken Ausdauer.

AUSSTEIGEN

Verwendeter Ausdruck für den Ausstieg aus einem Wettkampf.

B

BELGISCHER KREISEL

Im Straßenradsport eingesetzte Technik, die eine energiesparende Fahrweise in der Gruppe ermöglicht. Dabei lösen sich die Radfahrer bei der Führungsarbeit in der Gruppe ab. Immer wieder wechseln die Fahrer vom Anfang der Formation an das Ende des Pelotons.

BIKE AND RUN

Disziplin, die im Zweierteam mit nur einem Fahrrad ausgeübt wird, und bei der sich die Teampartner das Fahrrad teilen. Bike and Run ist ein gutes Training für den Winter, das viel Spaß macht und zusammen mit der Familie ausgeübt werden kann.

BREMSHEBEL

Bremshebel werden an Rennradlenkern montiert. Wie der Name schon sagt, werden sie zum Bremsen und manchmal auch zum Schalten benutzt.

C

CAP

Abkürzung für Laufen.

D

DNF

Abkürzung für Did not finish. Taucht in der Ergebnisliste auf, wenn ein gestarteter Teilnehmer den Wettkampf nicht beendet oder seinen Zeitnahme-Chip verloren hat!

DNF

Abkürzung für Did not finish. Taucht in der Ergebnisliste auf, wenn ein gestarteter Teilnehmer den Wettkampf nicht beendet oder seinen Zeitnahme-Chip verloren hat!

DRAFTING

Drafting oder Windschattenfahren ist eine Technik im Radsport, bei der man den Windschatten des Hauptfeldes nutzt, und sich hierzu hinter den anderen Fahrern hält. Dadurch verbraucht man weniger Energie und kann mit seinen Kräften haushalten. Man kann den Windschatten auch nutzen, wenn man sich nur hinter einem einzelnen Fahrer hält. Diese Technik kommt auch beim Schwimmen zum Einsatz, wenn ein Schwimmer neben oder hinter einem anderen schwimmt, um seinen Wasserschatten auszunutzen.

Drafting war lange Zeit im Triathlon nicht erlaubt; mittlerweile ist es bei den großen nationalen und olympischen Wettkämpfen zugelassen.

E

ERFRISCHUNGSBEREICH

Der Bereich, wo die Triathleten nach dem Wettkampf wieder Kraft tanken können. Hier gibt es etwas zu Essen und erfrischende Getränke. Je nach Wettkampf und Distanzen gibt es auch auf der Strecke Erfrischungsbereiche.

EXPO VILLAGE

Das Expo Village ist ein Bereich bei einem Triathlon, wo Hersteller Wettkampfteilnehmern und Ihren Begleitern ihre Produkte präsentieren.

F

FARTLEK

Fartlek, auch Fahrtspiel genannt, ist eine Trainingsform im Laufsport. Der Läufer orientiert hierbei sein Lauftempo am eigenen Tempogefühl und steigert bzw. verringert es abwechselnd mehrmals. Beim Geländefahrtspiel wird die Dauer und die Belastung je nach Tempogefühl variiert. Es ist – wie der schwedische Begriff Fartlek besagt – ein „Geschwindigkeitsspiel“ (fart = Geschwindigkeit und lek = Spiel). Der Läufer entscheidet selbst, wann er schneller läuft oder es werden vorher bestimmte Zeitabschnitte festgelegt.

FREIWASSERSCHWIMMEN MIT LANDGANG

Dabei legen die Athleten mehrmals während des Schwimmteils dieselbe Schwimmstrecke zurück und verlassen zwischen den Runden das Wasser. Sie laufen ein Stück, bevor es wieder zurück ins Wasser geht.

G

GRUNDGESCHWINDIGKEIT

Als Grundgeschwindigkeit gilt das Lauftempo, das ein Läufer am längsten beibehalten kann. Arbeitet man an seiner Grundgeschwindigkeit, kann man seine Ausdauer steigern.

H

HF = HERZFREQUENZ

Die Herzfrequenz ist der Rhythmus, in dem unser Herz schlägt. Sie ist individuell und bei jedem Menschen je nach Außentemperatur und Anstrengungsgrad unterschiedlich.Die HF wird beim Training zum Messen des Anstrengungsgrads benutzt. Sie sollte in Ruhe und bei maximaler Belastung gemessen werden, um die Anzahl der maximalen Herzschläge pro Minute zu kennen. So kann ein individuell auf den eigenen Rhythmus abgestimmtes Trainingsprogramm festgelegt werden.

HERZFREQUENZMESSER

Ein Herzfrequenzmesser ist ein Gerät, meistens eine Uhr, mit dem die Anzahl der Herzschläge in Echtzeit gemessen wird. Die Herzfrequenz (HF) wird mit einem Sender gemessen, der in einem Brustgurt sitzt. Dieser zeichnet die Herzfrequenz auf, um sie dann an die Uhr zu übermitteln. Die HF kann auch direkt am Handgelenk mit speziell dafür ausgerüsteten Uhren gemessen werden.

HÖHENMETER (Hm)

Höhenmeter (Hm) sind der Höhenunterschied zwischen einem Punkt A und einem Punkt B im Gelände. Die Gesamthöhenmeter eines Rennens bezeichnen den Höhenunterschied zwischen Start- und Zielpunkt. Die positiven Höhenmeter sind die aufwärts laufenden Höhenmeter, als negative Höhenmeter wird der zurückzulegende Höhenunterschied in Abwärtsbewegung bezeichnet. Bei Wettkämpfen meint man mit Höhenmeter die gesamten positiven Höhenmeter, also die Summe der Höhenmeter auf einer Strecke in Aufwärtsbewegung. Die negativen Höhenmeter sind die Summe der Höhenmeter in Abwärtsbewegung.

I

IM = TRIATHLON IRONMAN®

Der Ironman® ist mit 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen der längste Triathlon-Wettkampf.

INTERVALLTRAINING

Das Intervalltraining ist eine Trainingsform im Laufsport, bei der sich zur Steigerung der Geschwindigkeit und Verbesserung der Ausdauer Phasen mit hohem und langsamen Tempo abwechseln. Die unterschiedlichen Laufphasen werden in regelmäßigen Intervallen verändert, die stets aus einer Belastungs- und Erholungsphase bestehen. Beim kurzen Intervalltraining (z. B. 30 Sekunden schnell/30 Sekunden langsam) wird die Schnelligkeit trainiert. Beim langen Intervalltraining im Stufenintervall hingegen die Kraftausdauer.

J

K

L

LD

Abkürzung für Long Distance (Langdistanz); wird häufig im Lauftraining verwendet.

LENKERAUFSATZ  

Der Lenkeraufsatz ist eine Erweiterung des Fahrradlenkers, auf dem der Radfahrer seine Unterarme für eine aerodynamischere Position und zur Steigerung der Geschwindigkeit ablegen kann. Dadurch kann man auf Langstrecken auch seine Positionen verändern, was für mehr Komfort sorgt. Bitte beachten, dass bei Triathlon-Wettkämpfen nicht alle Lenkeraufsätze zugelassen sind.

LENKERBÜGEL

Der Lenkerbügel bildet zusammen mit dem Vorbau den Lenker eines Fahrrads. Der Lenkerbügel kann unterschiedlich geformt sein: Bei Mountainbikes ist er gerade und bei Rennrädern zum Beispiel gebogen.

M

N

 NEOPREN oder NEOPRENANZUG

Dieses Material wird für Surf-, Tauch- und Schwimmanzüge zum Triathlon in offenen Gewässern verwendet. Neopren wird aus Erdöl hergestellt. Das Polymer schließt Tausende Luftbläschen ein, wodurch der Körper eine angemessene Temperatur behält sowie der Auftrieb und die Hydrodynamik verbessert wird. 

Die Regelung zum Tragen eines Neoprenanzugs beim Triathlon ist sehr streng: Bei einer Wassertemperatur unter 16 Grad ist ein Neoprenanzug Pflicht. Hat das Wasser hingegen eine Temperatur über 24 Grad ist er nicht erlaubt. Bei Temperaturen dazwischen können die Sportlerinnen und Sportler frei entscheiden, ob sie einen Neoprenanzug tragen wollen.

O

P

PELOTON

Peloton bezeichnet im Radsport das geschlossene Hauptfeld der Radrennfahrer. Durch das Fahren im Hauptfeld kann man den Windschatten nutzen, ist geschützt und ein geringerer Kraftaufwand ist erforderlich.

PENALTY BOX

Penalty Box, auch Strafzone genannt, ist der Bereich, in dem sich die sanktionierten Triathleten im Wettkampf für einen vom Schiedsrichter festgelegten Zeitraum je nach Umfang der Zeitstrafe aufhalten müssen.

Q

R

RADWECHSELZONE

Die Radwechselzone ist der Bereich, wo die Fahrräder während eines Triathlons abgestellt werden. Dieser wird auch Wechselzone genannt, weil dort die beiden Wechsel eines Wettkampfs stattfinden.

REGENERATIONSPHASE

In dieser Phase soll sich der Organismus nach dem Training oder einem Wettkampf durch Ruhe, Essen, Trinken, Massagen, Schlafen usw. regenerieren. Die Regeneration ist unerlässlich, damit der Sportler seine Leistungsfähigkeit wiedererlangt und der Körper die Möglichkeit hat, sich zu erholen. Sie ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, um Fortschritte im späteren Training zu machen und Verletzungen vorzubeugen.

REGENERATIONSPHASE

In dieser Phase soll sich der Organismus nach dem Training oder einem Wettkampf durch Ruhe, Essen, Trinken, Massagen, Schlafen usw. regenerieren. Die Regeneration ist unerlässlich, damit der Sportler seine Leistungsfähigkeit wiedererlangt und der Körper die Möglichkeit hat, sich zu erholen. Sie ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, um Fortschritte im späteren Training zu machen und Verletzungen vorzubeugen.

ROLLING START

Start beim Triathlon in fortlaufender Reihe, was bei großen Wettkämpfen für einen flüssigeren Start der Teilnehmer sorgen soll. Die Vorstartbereiche werden nach der erwarteten Schwimmzeit der Athleten eingeteilt. Es handelt sich hierbei also um eine Art „Zeitfahren“, bei dem die Endergebnisse erst zum Schluss bekannt sind.

ROLLENTRAINER

Der Rollentrainer ist ein Gerät, in das man das Hinterrad seines Fahrrads zum Indoor-Training einspannen kann.

S

SD

Abkürzung für Short Distance (Kurzdistanz). Dies ist auch die olympische Distanz im Triathlon: 1.500 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen.

SERIE

Bezeichnet die mehrmalige Wiederholung einer Distanz beim Lauf- und Schwimmtraining. Eine Serie kann konstant, auf- oder absteigend sein..

SINGLET

Singlet heißt Trikot auf Englisch und bezeichnet das Oberteil eines Trisuits. Dazu gehören außerdem Shorts oder Tights.

T

TAPERING

Tapering oder Taper-Periode ist der Zeitraum, in dem Sportlerinnen und Sportler ihren Trainingsumfang reduzieren und dabei eine Woche bis 10 Tage vor dem Wettkampf ihre Trainingsintensität beibehalten. Ziel ist es, die während der letzten Trainingseinheiten angesammelte Müdigkeit abzubauen und dabei seine erzielten Ergebnisse und seinen Fitnesszustand beizubehalten, um am Wettkampftag leistungsstark z2u sein.

TT

Abkürzung für time trial (Zeitfahren). Zeitfahren ist im Triathlon eine Mannschaftsdisziplin, bei der 3 bis 5 Athleten gemeinsam fahren und jedes Team alle 30 Sekunden startet. Im Radsport werden Wettkämpfe als Einzelzeitfahren ausgetragen.

Zeitfahrrad: Das Zeitfahrrad ist ein Rad mit einem aerodynamischen Profil, das auf Leistung ausgelegt ist.

TRIATHLON

Triathlon ist eine Sportart, bei der drei Disziplinen nacheinander zu absolvieren sind: Schwimmen, Radfahren und Laufen.

TRIATHLON IRONMAN® 70.3®

Die Bezeichnung 70.3® bei einem Triathlon leitet sich aus der Gesamtsumme der Wettkampfstrecke in Meilen (entspricht 113 km) mit 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen ab.

TRISUIT

Trisuit ist ein Anzug, der zum Schwimmen, Radfahren und Laufen getragen werden kann. Er trocknet nach dem Schwimmen schnell und weist auf dem Fahrrad aufgrund seines Materials einen hohen Tragekomfort auf, das man beim Laufen kaum spürt. Es gibt einteilige und zweiteilige Trisuits.

U

ÜBERSETZUNG

Damit wird das Verhältnis der Anzahl an Zahnkränzen an der Hinterradnabe eines Fahrrads und der Anzahl an Ritzeln des Kettenrads bezeichnet. Es bestimmt die Anzahl an Umdrehungen, die das Laufrad eines Fahrrads beim Treten macht.

ÜBERTRAINING

Wenn der Sportler ohne Erholungsphase kontinuierlich trainiert oder wenn die Erholungsphase nicht lang genug ist, spricht man von Übertraining. Zu diesem Zeitpunkt besteht ein Verletzungsrisiko. Der Körper ist müde und der Sportler macht keine Fortschritte mehr bzw. erlebt sogar einen Leistungsabbau.

UNTERARMSTÜTZ

Der Unterarmstütz ist eine Übungstechnik zur Stärkung der tiefen Rücken- und Bauchmuskulatur, bei der der Körper für eine gewisse Zeit in einer statischen Position gehalten wird. Diese Methode kommt häufig bei Trainingsprogrammen zur Stärkung der Körperhaltung und Vorbeugung von Verletzungen zum Einsatz.

V

VO2max

Bei der VO2max (maximale Sauerstoffaufnahme) handelt es sich um die maximale Sauerstoffmenge, die ein Mensch beim Laufen aufnehmen kann.Sie kann als Kriterium für die Ausdauerfähigkeit herangezogen werden. Die VO2max dient als Richtwert für das Intervalltraining. Je nach Trainingsstand ist der VO2max höher oder niedriger und er wird zur Bestimmung der Laufgeschwindigkeit herangezogen.

W

 W1 = WECHSEL 1

W1 ist der erste Wechsel in einem Triathlon-Wettkampf, also der Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren.

W2 = WECHSEL 2

W2 ist der zweite Wechsel in einem Triathlon-Wettkampf, also der Wechsel vom Radfahren zum Laufen.

WECHSELBEREICH

Der Wechselbereich, auch Radwechselzone oder Wechselzone genannt, ist der Bereich, wo die beiden Triathlon-Wechsel stattfinden. Dies ist ein vom Veranstalter eingerichteter Bereich, wo der Triathlet sein Fahrrad und alles, was er während des Wettkampfs ggf. braucht, ablegt: seine Fahrrad- und Laufsachen sowie seine Startnummer.

WECHSELZONE

Siehe Wechselbereich

WINDSCHATTEN

Der Windschatten ist ein aerodynamisches Phänomen, durch das sich Athleten beim Radfahren und Schwimmen den geringeren Luftwiderstand zu eigen machen können. Diese Technik besteht darin, sich hinter oder neben einem Radfahrer oder Schwimmer zu halten, um Energie zu sparen. Im Radsport wird das auch Drafting genannt.

X

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