SPORT UND GESUNDHEIT: SPORT NACH ÄRZTLICHER VERORDNUNG

Sport als Heilmittel! Seit März 2017 können Ärzte Personen, die an einer chronischen Krankheit leiden, sportliche Aktivität verschreiben. Auf dem Papier erscheint das genial zu sein. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Nach dem Aufstehen direkt eine Reihe von Liegestützen machen? Muss man täglich joggen gehen? Die Wirklichkeit sieht ein bisschen komplexer aus. Wir erklären dir warum.

 

SPORT AUF REZEPT: FÜR WAS UND FÜR WEN?

Schätzungsweise leiden über zehn Millionen Menschen in Frankreich an einer chronischen Krankheit. Diese Krankheiten manifestieren sich auf unterschiedliche Weise: Schlaganfall, Alzheimer, Parkinson, Diabetes Typ 1 und 2…

Dein Arzt, ein Allgemeinmediziner oder Facharzt, kann dir eine individuelle körperliche Aktivität verschreiben und das abhängig von deinem medizinischen Befund. Aber denke nicht, dass du deinem Tennisclub direkt um die Ecke umsonst beitreten kannst: der vorgeschriebene Sport muss meistens von einem Gesundheitsprofi geleitet werden, wie einem Masseur, einem Krankengymnasten oder einem Physiotherapeuten, bei dem du regelmäßig nach Vorgabe des verschreibenden Arztes einen Termin wahrnehmen musst.

Es ist auf jeden Fall eine exzellente Idee, man weiß ja, dass Sport eine positive Wirkung auf Körper und Geist hat. Müdigkeit und Depressionen werden verringert (im Rahmen einer Chemotherapie zum Beispiel), Nebenkrankheiten werden gemildert und sogar die Rückfallquote wird reduziert.

SPORT AUF REZEPT: DIE FRAGE NACH DER KOSTENÜBERNAHME

Genau hier, nämlich bezüglich der Verschreibung der Trainingseinheiten und der Erstattung, drückt der Schuh.

Ärzte dürfen im konkreten Fall kein traditionelles Rezept für diese Verschreibung ausfüllen. Es handelt sich um ein sehr spezielles Formular, das es ersetzt und das wirklich sehr aufwändig, sehr kompliziert und lang ist.

Es stellt sich auch die Frage nach der Ausbildung der Gesundheitsfachleute, die ihren Patienten eine körperliche Aktivität vorschreiben und dafür deren Fall genau kennen müssen. Dabei müssen zahlreiche Kriterien berücksichtigt werden, die Trainingsintensität, -häufigkeit und die Fähigkeiten der Person.

 

Nach der Befragung meines Allgemeinarztes hat er mir anvertraut, dass er noch nie über diesen Weg etwas verschrieben hat und dass man ihn noch nie darum gebeten hat. Wird über dieses Thema zu wenig informiert?

 

Die Lage wird immer komplexer seitdem man weiß, dass die Sozialversicherung nicht für die Erstattung dieser Sportverschreibungen sorgt. Der Patient muss also die verschriebenen Kurse aus seiner eigenen Tasche bezahlen, das schreckt bestimmt mehr als einen ab und schafft für Ungleichheiten zwischen denjenigen, die sich das leisten können und denjenigen, die sich das nicht leisten können.

 

Es gibt jedoch Lösungen: Zusatzversicherungen, lokale Körperschaften und sogar Sportvereine haben sich schon jetzt organisiert um einen Teil oder jede der vorgeschriebenen Kurse zu übernehmen.

ALSO, AB WANN BEKOMMT MAN ALLES ERSTATTET? EINE BEVÖLKERUNG, DIE SPORT TREIBT, IST WENIGER HÄUFIG KRANK, AUS DIESEM GRUND HAT DER STAAT VERRINGERTE GESUNDHEITSKOSTEN. 

WIE IST ES MIT DIR, HATTEST DU SCHON EINMAL EIN REZEPT FÜR SPORT?

WELCHEN SPORT HAST DU GEMACHT?

BERICHTE UNS VON DEINEN ERFAHRUNGEN!

 

Sylvia FLAHAUT

Als begeisterte Reiterin und gelegentliche Läuferin (wenn die Zeit reicht) treibe ich sehr gerne Sport und verbinde dies mit meiner beruflichen Tätigkeit als Journalistin.
Seit etwa zehn Jahren schreibe ich über Sportthemen und versuche, anderen Menschen die Vorzüge sportlicher Betätigung zu vermitteln. Außerdem gebe ich gerne gute Tipps weiter, die ich von anderen erhalten habe. 

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