So vermeidest du eine Reifenpanne am Fahrrad

SO VERMEIDEST DU EINE REIFENPANNE AM FAHRRAD

Eines der typischen und allzeit gefürchteten Probleme von Radfahrern ist der platte Reifen.

EINE UNWÄGBARKEIT, DIE DIE MEISTEN RADFAHRER IMMER WIEDER EISKALT ERWISCHT.

Aber glücklicherweise gibt es ein paar kleine Tricks, die dir helfen, das Risiko für einen Platten deutlich zu verringern und zwar so sehr, dass du nur etwa eine oder zwei Reifenpannen pro Jahr fürchten musst - und das bei ca. 8000 gefahrenen Kilometern!

HOCHWERTIGE REIFEN

Egal ob du nur in deiner Freizeit Rad fährst, mit dem Fahrrad verreist oder richtig sportlich unterwegs bist, solltest du darauf achten, für welche Art von Reifen du dich entscheidest. Die hochwertigen Reifen, die Wettkampffahrer häufig nutzen, sind zwar super leistungsstark und leicht, aber sie machen ein paar Abstriche beim Schutz vor Reifenpannen.

Nehmen wir beispielsweise den Michelin Pro 4 Service Course, der ein eindeutiger Wettkampfreifen ist und vergleichen ihn mit einem Pro 4 Endurance. Das Ergebnis: der Wettkampfreifen ist eindeutig schlechter vor Pannen geschützt als der Endurance.

Vielleicht gibt es einige Puristen, die Wert darauf legen, dass das Modell weniger Gewicht hat. Allerdings wiegt das Wettkampfmodell gerade mal 25 Gramm weniger als der Endurance (200 g vs 225 g), was dir eine Ersparnis von gerade mal 50 g für beide Reifen einbringt. Da heißt es abwägen: wie wichtig ist dir die höhere Leistung im Vergleich zu der Zeit, die du verlierst, wenn du eine Panne hast?

Leider greifen doch noch viele unserer Kunden auf den Pro 4 Service Course zurück, anstatt sich für das Endurance-Modell zu entscheiden.

Aber natürlich schützt auch die Wahl des richtigen Reifens nicht zu 100 % vor Pannen.

DER RICHTIGE REIFENDRUCK

Einer der Gründe für einen Platten kann ein Loch im Schlauch sein. Es kann zwar etwas bequemer sein, mit einem geringeren Reifendruck zu radeln, aber das Risiko für Beschädigungen am Reifen ist höher.

In der Regel rechnet man einen Druck von etwa 10 % des Körpergewichts des Fahrers. Ein Fahrer, der z. B. 70 kg wiegt, sollte demnach mit einem Reifendruck von 7 bar fahren. Allerdings sollten 8 bar nie überschritten werden. Also auch bei einem Radfahrer, der 90 kg wiegt nicht.

Dieser Druck gilt für Fahrradschläuche mit einem Querschnitt von 23 mm. Bei einem Querschnitt von 25 mm solltest du etwa 0,5 bar weniger rechnen.

Denke allerdings immer daran, dass es sich hierbei um Richtwerte handelt. Ich mit meinen 71 kg pumpe meinen Reifen vorne mit 6 bar und hinten mit 6,5 bar auf und ich habe in der Regel nicht öfter als zweimal pro Jahr einen Platten. Meine letzte Reifenpanne wurde durch einen großen Dorn verursacht und der hätte selbst bei einem Druck von 8 bar zugeschlagen.

REGELMÄSSIGE REIFENPRÜFUNG

Überprüfe mindestens einmal pro Woche den Reifendruck. Fahrradschläuche sind nie ganz dicht und sie verlieren mit der Zeit an Druck. Es kann sogar sein, dass der Reifendruck innerhalb weniger Wochen um 1 bis 2 bar nachlässt.

Bei einer Sichtprüfung, besonders wichtig nach einer Tour im Regen, siehst du vielleicht kleine Steine, die sich im Reifenprofil verkantet haben. Entferne sie regelmäßig, weil sie sonst immer weiter eindringen und dann deinen Schlauch beschädigen können.

Bei dieser Sichtprüfung kannst du dir den Zustand deiner Reifen genau ansehen (achte auf Risse oder kleine Löcher, die aufgrund von Steinen entstehen, Verschleiß durch eine schlecht eingestellte Felge oder ganz normalen, altersbedingten Verschleiß). Ein verschlissener Reife sollte ersetzt werden, weil es sonst vermehrt zu Reifenpannen kommen kann. Es gibt übrigens auch Reifen, die einen Verschleißindikator haben. Wenn du dies beachtest, solltest du das Risiko für Reifenpannen deutlich verringern können,

EINWANDFREIE FELGENBÄNDER

Felgenbänder werden bei der Pflege und Wartung von Reifen, Mänteln und Schläuchen immer etwas stiefmütterlich behandelt. Auch wenn heutzutage immer weniger Reifen mit Felgenbändern ausgestattet sind, gibt es doch noch mehr Reifen, die welche haben.

Aber Felgenbänder verschleißen auch. Der Sinn eines Felgenbandes ist es, den Schlauch vor den Speichenköpfen zu schützen. Felgenbänder halten einen Druck von 7 bar oder mehr aus und der Verschleiß ist unterschiedlich. Wenn du deinen Schlauch oder Mantel wechselst, solltest du immer auch einen genauen Blick auf dein Felgenband werfen. Wenn du ein Loch oder einen Riss entdeckst, sollte das Felgenband ausgewechselt werden.

VORSICHT IST DIE MUTTER DER PORZELLANKISTE

Dieses Motto gilt nicht nur in Kurven oder bei Hindernissen, sondern auch im Hinblick auf deine Reifen! Glassplitter, Schlaglöcher, Pfützen, Gitter, frisch geschnittenes Gras oder kleinere Äste und Stöcke solltest du vermeiden.

Du solltest also immer vorausschauend fahren und Hindernisse umfahren – natürlich immer mit Blick nach hinten, ob dich nicht gerade jemand überholt! Und auch wenn du mit einer Gruppe unterwegs bist, solltest du deine Mitfahrer informieren, wenn du ein solches Hindernis siehst.

Eine weitere Risikostelle: Straßenarbeiten. Es kann sein, dass der Teer auf der Straße eingeschnitten wurde und so eine Kante von 3 bis 4 cm entstanden ist. Die Gefahr für einen Platten ist beim Herunterfahren nicht so groß wie beim Hochfahren. Wenn du eine solche Kante zu schnell und zu steil nimmst, kann der Schlauch beschädigt werden.
Ein Trick: Hebe beim Fahren das Vorderrad leicht an, indem du den Lenker nach oben ziehst und nimm anschließend das Hinterrad hoch, indem du ein wenig an den Pedalen ziehst.

TUBELESS REIFEN

Wenn es ein wirksames Mittel gegen die meisten Ursachen von Reifenpannen gibt, dann ist es der Tubeless-Reifen. Das gilt besonders dann, wenn er zusätzlich noch mit einer Dichtflüssigkeit verwendet wird. Allerdings braucht man für die schlauchlosen Reifen eine spezielle Felge, die nicht jedes Rad hat.

Durch den schlauchlosen Aufbau vermeidest du Reifenpannen, die z: B. durch Quetschungen verursacht werden. Das funktioniert sogar bei gerade mal 3 oder 4 bar Reifendruck.

Und wenn du auch noch eine Dichtflüssigkeit benutzt, kannst du auch andere Pannen aufgrund von Dornen, Steinchen oder anderen kleinen Gegenständen vermeiden, weil sie sich sozusagen selbst reparieren, ohne dass du etwas davon merkst. Die Flüssigkeit verschließt kleinere Löcher automatisch. Schlimmstenfalls verlierst du 1 bar Reifendruck, aber du musst nicht extra anhalten, um den Schlauch zu flicken.

Aber natürlich können all diese Tipps das Risiko für eine Reifenpanne nur mindern. Pannen sind beim Radfahren manchmal einfach nicht zu vermeiden, also solltest du immer eine Luftpumpe, einen Ersatzschlauch, einen Reifenheber und eventuell ein Flickset dabei haben.

Denn egal wie sehr du aufpasst, ein kleiner Nagel oder ein Dorn ist schnell übersehen.

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Ein Reifen hat viele Aspekte: seine Größe, Verwendung und seine Vorteile. Du musst wissen, dass es viele verschiedene Reifen gibt, die jeweils zu einer Art von Fahrrad, der jeweiligen Person, den Umständen und dem spezifischen Gelände gehören. Jeder Reifen hat seine Vor- und Nachteile und ist für eine vorgegebene optimale Nutzung bestimmt.
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Um den Fahrradmantel abzuziehen, musst du zunächst die Seitenwand des Mantels nach innen drücken. Der Mantel sollte sich normalerweise einfach vom Felgenrand lösen
Tipps
Bei der Vorbereitung deiner Fahrradtour solltest du für den Fall eines platten Reifens unbedingt auch ein Reparaturset mit Reifenheber, Schläuchen und einer Handpumpe einpacken. Zum regelmäßigen Aufpumpen der Reifen zu Hause mit einem ausreichenden Luftdruck, der Reifenpannen vermeiden hilft, solltest du jedoch zudem auf eine Fußpumpe zurückgreifen können. Dabei hast du die Auswahl zwischen verschiedenen Arten und Kategorien von Pumpen. Lies unsere Tipps und finde heraus, welches Modell am besten für dich geeignet ist.
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