So machst du dein Fahrrad fit für Herbst und Winter

SO MACHST DU DEIN FAHRRAD FIT FÜR HERBST UND WINTER

Damit dein Rad während der kalten Jahreszeit nicht leidet und du ohne Probleme, auch im Herbst und Winter auf Touren gehen kannst, solltest du die nötigen Vorbereitungen treffen.

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RÄDER SOLLTEN VOR DEM HERBST GENERALÜBERHOLT WERDEN

Bei schlechtem Wetter macht Rad fahren nicht wirklich Spaß. Und wenn dann auch noch was repariert werden muss, kann das Fahrrad im Keller schon mal in Vergessenheit geraten. Damit das nicht passiert, solltest du dein Rad einer gründlichen Inspektion unterziehen. Dabei sollten die folgenden Punkte geprüft werden:

1. Bremsen: Gerade die Bremsen sind absolut sicherheitsrelevant. Du solltest sie auf jeden Fall genau überprüfen. Beachte, dass das Verfahren zur Prüfung einzelner Bauteile am Fahrrad, vom jeweiligen Bauteil abhängt.

2. Bremsbeläge: Bei einem Bremssystem mit Bremsbelägen (auch Bremsschuhe oder -klötze genannt), nutzt sich das Gummi der Beläge durch Feuchtigkeit schnell ab. Daher solltest du immer sicherstellen, dass deine Bremsbeläge noch in Ordnung sind! Die meisten Bremsbeläge verfügen über Indikatoren, die anzeigen, wann es Zeit für einen Wechsel ist.

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3. Scheibenbremsen: Bei einer Scheibenbremse mit Bremsklötzen sollten alle Bauteile gereinigt und bei Bedarf entfettet werden. Wenn die Bremsklötze oder die Scheiben beschädigt oder abgenutzt sind, solltest du sie wechseln.

Bitte beachte: Bremsen sollten auf keinen Fall geölt oder geschmiert werden! Wenn versehentlich Öl oder Fett an die Bremsen gelangt, solltest du die Bremsscheiben und -klötze bzw. die Bremsbeläge und Felgen sofort reinigen.

Um eine verschmutzte oder mit Schmieröl in Kontakt gekommene Bremsscheibe zu reinigen, musst du sie ausbauen, sie mit einem Tuch säubern und anschließend etwas Azeton oder Spiritus auftragen.

Bei den Bremsklötzen ist es schlimmer, wenn sie mit Fett in Berührung kommen. In den meisten Fällen müssen sie danach ausgetauscht werden. Nur wenn du sie direkt in Azeton tauchst, könntest du eine Chance haben sie zu retten. Lass das Produkt eine Weile einwirken, bevor du die Bremsklötze mit Schmirgelleinen abschmirgelst. Es ist jedoch ratsam, die Bremsklötze auszutauschen.

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4. Reifen: Sieh dir den Zustand deiner Reifen regelmäßig an. Es dürfen keine Risse vorhanden sein. Vor jeder Tour solltest du den Reifendruck überprüfen und die Reifen gegebenenfalls aufpumpen. Das gilt natürlich auch bei gutem Wetter, im Sommer oder Frühling.

5. Züge: Bevor du mit deinem Fahrrad in den Winter startest, sollten Züge und deren Außenhüllen ausgetauscht werden, um sicherzustellen, dass in der kalten Jahreszeit alles einwandfrei funktioniert.

Unsere Empfehlung: zweimal im Jahr sollten die Züge ausgetauscht und dein Fahrrad einer allgemeinen Inspektion unterzogen werden: einmal im Frühling und einmal im Herbst. So kannst du immer sicher sein, dass dein Bike auch sicher ist.

6. Gangschaltung: Überprüfe Kette, Ritzel und Kettenblatt auf Verschleiß. Bei Bedarf musst du die Teile austauschen. Um den Zustand der Kette zu beurteilen, gibt es zwei Möglichkeiten:

– Die manuelle Methode: Dazu liegt die Kette auf dem größten Ritzel. Ziehe nun ein Kettenglied vom Ritzel ab. Wenn sich die Kette soweit abziehen lässt, dass du praktisch einen ganzen Zahn sehen kannst, sollte die Kette ausgetauscht werden.

– Mit einem Messschieber oder einer Kettenmesslehre: Setze den Messschieber auf den oberen Teil der Kette und schiebe die Zacken des Messschiebers zwischen die einzelnen Glieder deiner Kette. Nun kannst du den Verschleiß deiner Kette in Prozent ablesen. Wenn sich der Prozentsatz den 100% nähert, ist es Zeit, die Kette zu wechseln.

7. Verhakte Gelenke oder Abspringen der Kette:  Eine Kette, deren Glieder sich verhaken oder die vom Ritzel abspringt, sollte ausgetauscht werden.

Wenn du deine Kette austauschst, solltest du auch die Kassette oder zumindest die am stärksten verschlissenen Ritzel austauschen. Wenn du nur die Kette austauschst, kann es sein, dass deine neue Kette über die verschlissenen Zähne springt und die Übertragung nicht ausreicht.

Unsere Empfehlung: Nutze im Winter eine ältere Ritzelkassette, deren Zähne noch nicht verschlissen sind. Dann kannst du die Selbe im nächsten Winter vielleicht wieder verwenden. So schonst du dein gutes Material vor schlechten Einflüssen durch das Wetter, aber auch vor Streusalz, welches das Material stark angreift.

EIN PAAR TIPPS, MIT DENEN DU DEIN FAHRRAD WINTERFEST MACHST

Um dich vor Wasser- oder Dreckspritzern zu schützen, brauchst du im Winter Schutzbleche. Achte darauf, die richtigen Schutzbleche für dein Fahrrad und deinen Anwendungsbereich zu wählen.

Vorsicht: bei schlechtem Wetter kann Wasser in Rahmen oder Reifen gelangen. Normalerweise sind in den Felgen und an der Unterseite des Rahmens kleine Löcher, um das Abfließen zu ermöglichen. Bei einem Mountainbike kann es passieren, dass diese Löcher durch Schmutz und Erde verstopfen, so dass sich Wasser im Rahmen und den Reifen ansammelt.

Das Schlimme daran ist nicht nur, dass das Fahrrad schwerer wird, das Wasser kann auch das Material angreifen.
Die Lösung ist aber ganz einfach: halte dein Rad möglichst sauber und putze es insbesondere an den Stellen, an denen die Löcher sind, um diese freizuhalten. Wenn das nicht ausreicht, musst du vielleicht die Räder abmontieren und Reifen und Schläuche entfernen.
Beim Rahmen kannst du die Sattelstütze abmontieren, um das Wasser aus dem Rahmen zu bekommen. Wenn trotzdem noch Wasser im Rahmen ist, solltest du das Tretlagergehäuse ausbauen.

Hinweis: du kannst das immer nach einer Fahrt im Regen machen oder wenn du feststellst, dass sich Wasser im Rahmen gesammelt hat.

Jetzt weißt du, wie du dein Fahrrad auf die kalte Jahreszeit vorbereitest und mit deinem Bike gut durch den Winter kommst!

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