SATTELZUBEHÖR

Verschiedene Accessoires vervollständigen den Sattel je nach Modell und Reitdisziplin.

DER SATTELGURT

Er hält den Sattel auf dem Pferderücken.

Er muss:
- zum Bauchumfang des Pferdes passen
- leicht zu gurten sein,
- verhindern, dass der Sattel nach unten rutscht,
- darf nicht verletzen,
- von einer einwandfreien Qualität sein

Es gibt unterschiedliche Gurtlängen:
- 60 bis 75 cm bei Dressursätteln für Sättel, die für A und B Ponys sind.
- 80 bis 100 cm für B und C Ponys sowie einige Esel.
- 100 bis 115 cm für D Ponys und kleine Pferde.
-125 cm bei Standardpferden von 1,60 m bis 1,65 m Widerristhöhe.
-135 cm für eher größere oder breite Pferde ab 1,65 m Widerristhöhe.
-145 cm für große Pferden mit 1,75 m Widerristhöhe.

ANM.: Bei empfindlichen Pferden oder auf Wanderritten ist es ratsam den Gurt mit einem Schoner zu schützen (aus Lammfell oder einem anderen Material, wie dem Alfagel).
Sattelgurte sind aus Textil oder Leder. Die Sattelgurte aus Textil sind heute geläufiger, ihre Strapazierfähigkeit ist erwiesen, sie sind waschbar und lange haltbar. Darüber hinaus kosten sie auch weniger. Leder hat seine Nachteile; es ist länger haltbar, erfordert jedoch regelmäßige Pflege. Es wird jedoch nicht so warm, das ist ein Vorteil bei Pferden mit dünnem oder empfindlichem Fell.

DIE STEIGBÜGELRIEMEN

Bei Steigbügelriemen handelt es sich um die Riemen, die am Sattel befestigt sind und die Steigbügel halten. Sie müssen also das Gewicht des Reiters sowie große Spannungen aushalten und sollten aus diesem Grund gut gepflegt und überwacht werden.
Sie werden paarweise verkauft.
Es gibt zwei Steigbügellängen:
-125 cm Junioren/Damen
-145 cm Damen/Herren
Sie bestehen aus:
- Kuhleder: intensive Benutzung
- Büffelleder: regelmäßige Benutzung
- Polypropylen.
Die besten Steibügel sind aus Leder und verstärkt mit Polypropylen. Polypropylen verstärkt die Festigkeit des Leders und verhindert dass das Leder rissig wird und sich verlängert.

 

Die Steigbügel

Die Steigbügel halten die Füße des Reisters. Sie sind am Sattel mit Steigbügelriemen befestigt. Die Trittfläche des Steigbügels (flache Partie auf dem der Fuß ruht) ist normalerweise mit einem Gummiprofileinsatz ausgestattet, der mehr Griffigkeit verleiht.
Es gibt verschiedene Arten von Steigbügeln:
- Standard oder kompensiert. Die kompensierten Steigbügel sorgen für eine bessere Position des Fußes (Inneneinsatz am Steigbügel + Fußspitze nach Innen gerichtet) und erleichtern das Herunterdrücken des Absatzes.
Fouganza bietet nur Standard-Steigbügel an. Die kompensierten erfreuen sich immer geringerer Beliebtheit.
- Sicherheit (Elastizität, Beweglichkeit). Bei einem Sturz wird der Fuß sofort freigegeben (Springen, Vielseitigkeit, Kinder, Anfänger).
- Steigbügel Sprenger: geschmeidigere Knöchelhaltung, Entlastung der Gelenke, Fuß wird im Fall freigegeben

SATTELZUBEHÖR

In Abhängigkeit des Modells und der Reitdisziplin gibt es verschiedenstes Zubehör für einen Sattel.
- Widerristpad: Es schützt den Widerrist des Pferdes, wenn dieser zu hoch ist, oder wenn der Sattel keinen ausreichenden Ausschnitt an dieser Stelle hat. Es wird also im vorderen Bereich des Sattels aufgelegt, um den Sattel anzuheben und Druckpunkte und Scheuern zwischen Widerrist und Sattel zu vermeiden.
- Der Schweifriemen: Hierbei handelt es sich um einen Teil des Sattelzeugs, der unter dem Schweif des Pferdes hergeht und ein Rutschen des Sattels nach vorne verhindert. Er ist besonders bei Ponys nützlich, deren Widerrist nicht ausgeprägt ist. Er wird an einem speziellen Ring am Hinterzwiesel befestigt (hinten am Sattelsitz).
Größe: Shetland (SHET) Pony (PS), Pferd (FS)

ANM.: Für Sättel, die nicht über einen solchen speziellen Schweifriemenring verfügen, gibt es eine abnehmbare Befestigungsvorrichtung, die zwischen den Kissen hinten am Sattel befestigt wird.
- Vorderzeug und Brustblatt: sie verhindern, dass der Sattel nach hinten rutscht, besonders bei zierlichen und dünnen Pferden.
Das Vorderzeug besteht aus einem Riemen, der über den Hals des Pferdes verläuft und auf jeder Seite des Widerrists befestigt wird und einem anderen, der mit dem Sattelgurt verbunden wird und zwischen den Vorderbeinen verläuft.
Das Brustblatt besteht aus Gewebe, Leder oder Gummi und wird beidseitig am Sattelgurt befestigt. Es darf nicht zu hoch befestigt werden, denn das würde die Bewegung des Halses einschränken, es darf auch nicht zu niedrig befestigt werden, denn dann würde die Bewegung der Schulter eingeschränkt werden.

ANM.: Das Vorderzeug ist häufig bequemer für das Pferd und leichter anzulegen.
- Lammfellauflage: sie liegt auf der Sitzfläche und sorgt für mehr Komfort bei einem harten Sattel oder beim Wanderreiten. Sie kann bei Synthetik-Sätteln nützlich sein, da sie das Erhitzen verhindert.

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