Rennradfahren: muss eine Winterpause eingelegt werden?

RENNRADFAHREN:  MUSS EINE WINTERPAUSE EINGELEGT WERDEN?

Ein brennend aktuelles Thema, das zu jedem Jahresende auf den Tisch kommt. Viele Rennradfahrer stellen sich die Frage der Winterpause nach einer ausgefüllten Radsportsaison. Zweifel zwischen dem Wunsch nach Entspannung und der Angst, die Erfolge eines Trainingsjahres zu verlieren.

EINE UNTERBRECHUNG MIT EINIGEN KÖRPERLICHEN UND PSYCHISCHEN ZIELEN. 

 

Während der Winterpause, kannst du dich entscheiden, ob du jede sportliche Aktivität aufgibst oder nur den Radsport einstellst, um andere Sportarten (Laufen, Run & Bike, etc.) zu priorisieren. Ein professioneller Rennradfahrer erwartet diese Pause oft mit Ungedult, da die Saison mit Rennen auf der ganzen Welt immer länger wird. Von Australien zu Beginn der Saison nach China im Oktober, hoffen die Radler auf den wohlverdienten Urlaub mit ihrer Familie. Aber diese Winterpause sollte von einem Wettkämpfer, einem professionellen Rennradfahrer oder einem einfachen Radsportler nicht auf die gleiche Art angegangen werden. Was du bei deiner Winterpause beachten musst, erfährst du hier. 

MUSS MAN DAS FAHRRAD WÄHREND DES WINTERS EINMOTTEN?

Bist du müde? Bist du weniger für das Training motiviert? Sehnst du dich nach ein wenig Erhohlung oder möchtest etwas anderes machen als Radfahren?
Bei der Beantwortung dieser einfachen Fragen, wirst du feststellen, ob eine Pause nötig ist. Der Radsportler, der jeden Sonntag ein Rennen fährt und den Rest der Woche präzise und angestrengt trainiert, sehnt sich zweifelsohne nach einer 2-3-wöchigen Pause.

Der Radsportler, der im Jahr nur 5000 bis 7000 km geradelt ist, sieht mit Sicherheit keinen Nutzen darin, das Rad völlig in die Ecke zu stellen. Letzterer ist sowohl körperlich als auch seelisch weit davon entfernt, die Nase voll zu haben. Eine oder zwei Wochen ohne Rad oder nur wöchentliche Sonntags-Touren, schaden aber trotzdem nicht.

Radler, die selten an Wettkämpfen teilnehmen, machen oft gar keine Winterpause, insbesondere, wenn das Wetter gut ist!

Nutze eher die Zeiten, wenn das Wetter schlecht ist oder du krank bist, um das Radeln einzustellen, ohne dann das unangenehme Gefühl zu haben, Zeit zu verlieren. Radfahren ist immerhin an erster Stelle Spaß!

WANN SOLL ICH PAUSIEREN UND WIE LANGE?

Für diejenigen, die das geistige und körperliche Bedürfnis nach einer Pause empfinden, scheint die beste Zeit im Oktober, direkt nach den letzten Rennen zu sein. Leider ist es in dieser Zeit das Wetter oft noch sehr schön, wie wir dieses Jahr wieder sehen, und der Neubeginn findet bei Nebel und Kälte statt.

Je nachdem, wann du im nächsten Jahr wieder beginnen möchtest, legst du deine Pause. Wenn das Ziel für den Beginn März oder April ist, kannst du deine Pause auf den Monat November verlagern, der oft weniger mild ist.

In dieser Zeit stellst du dein Fahrrad für ein bis zwei Wochen in die Garage! Du kannst währendessen natürlich einen anderen Sport wie z.B. Schwimmen, Joggen, Mountainbiken oder Wandern ausüben. Das machst du ganz wie du möchtest, ohne es zu übertreiben - nur für den Muskelerhalt. Selbst wenn du ein oder zwei Wochen jede Aktivität einstellst, besteht kein Grund zur Sorge. Du verlierst nicht viel von deinem Potenzial. Aber Achtung, darüber hinaus wird jeder Neuanfang schwer.
Eine gute Möglichkeit die Winterzeit zu überbrücken und trotzdem fit zu bleiben, ist es dein Training nach drinnen zu verlagern. Mit unseren Rollentrainern kannst du auch im Winter im Warmen und Trockenen trainieren. 

Vor allem im Kopf musst du eine Pause machen, um dann noch besser loszulegen. Wenn dir weder die Kälte noch der Regen für den Neustart Angst machen, heißt das, dass du geistig gut ausgeruht bist!

Die Wintermonate sind mit Sicherheit die Zeit des Jahres, die Radfahrer am wenigsten schätzen. Mit Radlerhose und dicker Jacke durch die Kälte und den Nebel zu fahren, ist nicht sehr motivierend. Wenn du geistig noch von der vorhergehenden Saison genug hast, findest du sicher zahlreiche Ausreden, um bei diesem Wetter nicht aufs Rad zu steigen. Also gönne auch deinem Kopf eine Pause, um deine Motivation und Freude am Sport aufrechtzuerhalten. 

 

NUTZE DIESE PAUSE

Wenn du eine Pause von mehreren Wochen machen musst, dann sicherlich, weil du das restliche Jahr viel gefahren bist und gewisse Punkte deiner Gesundheit missachtet hast. Während deiner Pause, ist der richtige Moment, um sich um deine Gesundheit zu kümmern und vorzubeugen. Such den Augenarzt, Zahnarzt, usw. auf und denke daran, deine Termine rechtzeitig (am besten sechs Monate im Voraus) auszumachen. 

Wenn du kurz vor einem Ziel Zahnschmerzen hast (Karies, Weißheitszähne), kann die gesamte Vorbereitung für die Katz sein und deine Teilnahme am Rennen in Frage stellen. Und das wäre doch schade, oder? Auch über eine Blutuntersuchung solltest du nachdenken, um eventuelle Mängel zu verhindern oder zu behandeln.

Letztendlich ist es auch ein guter Zeitpunkt, um dein Rad komplett zu überholen. Kette, Kabel und Kabelmäntel, Lenkradband auswechseln und gründlich kontrollieren! Dann können du und dein Rad frisch in die neue Saison starten. 

WIEDERAUFNAHME DES RADSPORTS

Beim Neustart solltest du unter allen Umständen Lust zum Radeln haben. Wenn dies nicht der Fall ist, war die Pause sicherlich nicht lang genug.

Lass den Neustart langsam angehen. Fange nicht mit einer Tour von 100 km, mit Tempo 31, mit den Freunden vom Club an. Die Wiederaufnahme der Aktivität sollte nicht intensiv sein. Lass es ruhig angehen, zumindest in den ersten zwei Wochen. Danach kannst du nach und nach mehr und intensiver trainieren.

Vergiss die Praktik, entweder den ganzen Winter das größte Kettenblatt einzulegen oder nur die Grundlagen zu bearbeiten.  Ab Dezember oder Januar kannst du, wenn der Sportplan es erfordert (Rennen oder Radsport im Februar), kürzere und kraftvolle Fahrten machen.

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