Kitesurf-Einsteiger: Wie lerne ich die Basics?

KITESURF-EINSTEIGER: WIE LERNE ICH DIE BASICS?

Ich habe das Kiten getestet und seither ist es meine Leidenschaft!

Man muss sich nicht wie ein Fisch im Wasser fühlen oder waghalsig sein, um das Kiten zu lernen. Ein paar Kurse, eine Prise Durchhaltevermögen und Lust auf Wasser und Wind reichen aus und ihr seid von dieser Disziplin, die zu einem großartigen Gefühl verhilft, überwältigt!

Ich habe in San Francisco zum ersten Mal einen Kitesurfer gesehen. Ich fand es beeindruckend, sich von einem großen Drachen ziehen zu lassen und auf dem Wasser zu surfen. Ich habe mich jedoch nicht weiter damit beschäftigt, ich dachte, dieser Sport sei für Normalos nicht zugänglich. Ich dachte, man müsse äußerst kräftig und waghalsig sein und surfen können. FALSCH!

Wie ich mit dem Kiten begonnen habe

Dass auch ich Kiten lernen kann und es keine Voraussetzungen dafür gibt (außer etwas sportlich zu sein), habe ich begriffen, als ich mit einem Kollegen, der kitesurft, geredet habe. Er hat mir Kitesurfschulen an der Nordküste Frankreichs empfohlen, ich habe einen Termin vereinbart und im Mai hatte ich meinen ersten Kurs!

Der Besuch von Kitesurfkursen ist unerlässlich!

Anna testet das Kiten

Ich habe 3 Halbtagskurse belegt. Ganz wichtig: Stürze dich nie in die Fluten mit der Ausrüstung in der Hand, ohne „mit einem Lehrer geübt zu haben“. Denn auch wenn man für das Kiten nicht sehr kräftig sein muss, sollte man äußerst vorsichtig sein! Ohne Kenntnisse der Regeln für das Starten des Kites oder der Vorfahrtsregeln auf dem Wasser findet man sich schnell in einer unerwünschten, manchmal auch gefährlichen Situation wieder!

Anna testet das Kiten

Der Kursablauf und meine Himmelfahrt

Mein erster Kurs drehte sich vorwiegend um Sicherheit. Ich habe gelernt, die Leinen zu ziehen, wo und wie sie am Kite befestigt werden, meinen Kite aufzublasen und ihn auf dem Boden auszubreiten. Die Kitelehrer haben uns auch die Sicherungspunkte gezeigt, die man bei Schwierigkeiten an der Steuerung und am Gurt kennen muss. Dann habe ich gelernt, meinen Kite zu starten (hierfür muss man zunächst die Windrichtung ermitteln) und zu steuern. Es war toll! Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, wie ich von der Zugkraft des Kites beeindruckt war! Ich hatte einen starken Adrenalinschub im ganzen Körper! Beim Steuern des Kites nach rechts und nach links und beim Achter-Fahren am Strand habe ich gelernt, meinen Drachen zu zähmen. Diesen Kurs habe ich durchgefroren und mit blauen Lippen beendet, war jedoch überglücklich, die Angst überwunden und mich getraut zu haben.

In meinem zweiten Kurs habe ich wieder auf dem Sand und dann das Body Drag geübt. Beim Body Drag wird der Kiter ohne Board vom Kite über das Wasser gezogen. Ziel ist es, zu verstehen, wie man den Kite ausbalanciert (das heißt, wie man ihn von links nach rechts und umgekehrt schwenkt), damit dieser genug Kraft entwickelt, um uns ziehen zu können.

Der dritte Kurs, mit dem Board unter den Füßen, war die Wasserstart-Bewährungsprobe! Beim Wasserstart startet man im Wasser – das ist der Anfang der Erfolgsstory!

Anna testet das Kiten

Der Wasserstart und die ersten Wenden

Der Wasserstart fiel mir richtig schwer! Ich startete den Kite zu zaghaft, wodurch er nicht genug Zugkraft entwickeln konnte, damit ich auf meinem Board stehen und fahren konnte. Außerdem setzte ich mein Board nicht richtig auf dem Wasser auf. Doch beides, Board und Kite, muss unbedingt aufeinander abgestimmt sein. Ich musste literweise Salzwasser trinken, bevor es endlich klick machte. Doch er kam! Der Moment, an dem ich nicht nachgedacht habe und den Kite mit der nötigen Kraft gestartet habe, sodass er mich aus dem Wasser ziehen konnte, aber nicht nach vorne schleuderte! Das war‘s, ich hab‘s geschafft!

 

Einmal gestartet, konnte ich sofort aufkreuzen (von rechts nach links fahren). Ich bin ziemlich stolz, dass ich nicht den Anfängerfehler gemacht habe und mit dem Wind gefahren bin (Höhe verlieren im Vergleich zum Ausgangspunkt). Fazit: Wasserstart etwas zu lang, doch dann reibungslose Fahrt.

 

Nach den drei Kursen hat mir mein Kitelehrer empfohlen, alleine weiterzumachen. Ich beherrschte laut ihm die Basics: Ich kannte die Sicherheitsregeln, konnte meinen Kite steuern, aus dem Wasser aufsteigen und aufkreuzen. Ich musste also nur noch auf eigenen Füßen stehen.

Anna testet das Kiten

Von Anfang an

Seit meiner Bekehrung zum Kitesurfen, bin ich begeistert dabei!

Ich finde es noch immer beeindruckend, sich von einem großen Drachen über‘s Wasser ziehen zu lassen, doch ich habe den Wind besiegt und habe jedes Mal Freude daran. Jedem das Seine: Bleib relaxt und genieße das Gefühl auf dem Wasser zu sein oder surfe mit Speed, um Sprünge auszuführen. Unabhängig vom Stil ist man beim Kiten voll mit sich selbst beschäftigt, um sich jederzeit an die Elemente anpassen zu können, und kann gleichzeitig völlig abschalten und den Geist fliegen lassen. Es ist jedenfalls ein Sport, der ein großartiges Gefühl verleiht!

 

Aus meinen Erfahrungen habe ich gelernt, dass man sich, ob Einsteiger oder nicht, über den Spot (Ausübungsort) informieren muss, bevor man sich in die Fluten stürzt: Gibt es Strömungen? Wie stark ist der Wind? Wohin weht er? Und man muss immer auf die Kites und die anderen Kiter achten. Das Beste ist der Austausch mit den Leuten vor Ort.

Ich hoffe, dass ihr durch diesen Erfahrungsbericht Lust auf diesen Sport bekommen habt. Egal ob Mann oder Frau, man muss nicht Hulk sein, um zu kiten; Um Erfolg zu haben, braucht man nur Durchhaltevermögen und die Haare im Wind flattern lassen!

Anna Unterschrift

Anna

Verantwortliche für englische Kommunikation

Als passionierte Kitesurferin werden meine Urlaubsziele durch die schönsten Spots weltweit bestimmt.
Sonntagsreiterin.
Aufstrebende Billardmeisterin.

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