FAMILIENANGELN AM MEER

An der Küste bietet der Sommer zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Familie oder Freunden zu vergnügen. Warum zwischen Strand und Baden nicht auch einmal gemeinsam angeln? Eine Angelpartie ist für Groß und Klein eine tolle Möglichkeit, die faszinierende Meereswelt zu entdecken oder neu zu entdecken. Man braucht sich auch nicht bestens auszukennen, um die ersten Fische zu fangen oder Muscheln zu sammeln.

Einfache Ausrüstung, etwas Neugier und ein bisschen guter Rat reichen völlig. Egal, ob du mit der Rute vom Ufer angeln willst oder am Strand das Leben unter Wasser entdecken willst – hier sind ein paar Tipps, um Spaß am Meeresufer zu haben. 

DER ERSTE FANG BEIM ERSTEN VERSUCH

Sicherlich hast du im Urlaub schon Angler gesehen, die das Meer und dessen tolle Landschaften genossen. Vielleicht hast du dich auch gefragt, wie und mit welcher Ausrüstung sie Fische fangen? Es gibt einfache und für jeden bezahlbare Methoden, um seinen ersten Meeresfisch zu fangen. 

Für den Anfang ist das Angeln auf kleine Fische vom Ufer am besten geeignet. Dies ist nahezu überall einfach möglich. Das Ziel dabei sind kleine Fische, die in Küstennähe leben. Diese Angelmethode kann man leicht ausüben und bietet viel Spaß für Familie und Freunde. Sie ist auch gut geeignet, um Kindern das Angeln und den Respekt vor der Natur nahezubringen. 

Was die Technik angeht, zählt das Grundangeln vom Ufer zu den einfachsten Angelmethoden. Ein fertiges Angelset mit einer Rute von 3 bis 4 Metern Länge mit einer Montage und ein paar Würmern ermöglichen es, kleine Fische zu fangen. Nimm auch eine Schachtel mit Bleien mit, um die Bebleiung der Montage bei Bedarf anzupassen. Wenn du in mehr als 5 Meter Entfernung vom Ufer angeln möchtest, solltest du ein Set mit einer Rolle wählen. 

ZURÜCKSETZEN VON FISCHEN

Ein Fisch muss so zurückgesetzt werden, dass er gute Überlebenschancen hat. Fasse ihn also behutsam an und entferne den Haken vorsichtig. Um diesen Schritt zu vereinfachen, kannst du den Widerhaken des Hakens platt drücken, um den Fisch leichter abzuhaken. Befeuchte deine Hände, um den Fisch nicht zu verletzen. Du solltest den Fisch auch nicht ins Wasser werfen, sondern ihn behutsam zurücksetzen. Er wird von alleine losschwimmen. 

Wenn er keine Anstalten macht loszuschwimmen, kannst du ihm zu Sauerstoff verhelfen, indem du ihn im Wasser langsam vor- und zurückbewegst. 

 

#Caperlan-Trick 

Benutze einen schwimmenden Setzkescher, um deine Fische in besserem Zustand aufzubewahren. So kannst du ein Erinnerungsfoto mit lebhaften Fischen machen, die danach ohne Probleme weiterschwimmen.

DIE WAHL DES ANGELORTS

Das Meer ist so groß, dass es schwierig sein kann, sich für einen geeigneten Angelort zu entscheiden. Glücklicherweise sind die Angelorte, die für die ersten Schritte mit Familie oder Freunden geeignet sind, oft in der Nähe des Urlaubsorts. Häfen, Mauern oder felsige Küsten sind wahre Vorratskammern für Fische, die sich dort gerne ernähren. Garnelen, Krabben und Würmer sind nur ein Teil der verfügbaren Leckereien. Dort solltest du also angeln, um Fische zu fangen. 

EIN PAAR VERHALTENSREGELN AM WASSER

Beim Angeln steht wie im Leben auch Respekt an oberster Stelle. Wenn du dich am Wasser gut benimmst, werden die anderen Angler dir bei Bedarf viel eher helfen. Hier ein paar Regeln, die du am Wasser befolgen solltest: 

 

1. Setz dich nicht direkt neben einen anderen Angler. Du solltest aus Respekt ca. 10 Meter Abstand lassen. 

 

2. Wirf nicht in der Nähe eines anderen Anglers aus. Du kannst sicherlich einen besseren Ort finden...

 

3. Wirf nicht direkt vor einen anderen Angler. Das kann nicht nur zu verhedderten Schnüren führen, sondern ist auch sehr respektlos. 

 

4. Achte, wenn du im Hafen angelst, auf die Boote. Wenn du zu nah an diese auswirfst, kannst du diese treffen oder deine Schnur in deren Tauen verheddern. Am Anfang solltest du in freieren Bereichen angeln. 

 

5. Die Küste gehört allen und sollte entsprechend respektiert werden. Lasse nach deiner Angelpartie nichts liegen (Haken, Abfälle usw.).

GEZEITENFISCHEREI 

Am Ufer gibt es zahlreiche Lebewesen wie Muscheln, Garnelen oder andere Krabben. Diese sind eine ideale Gelegenheit, um mit Kindern das Unterwasserleben zu erkunden. Jeden Sommer machen zahlreiche Urlauber davon Gebrauch. Auch dabei ist es wichtig, ein paar Praktiken (Regeln, Mindestgrößen) einzuhalten, damit alle von dieser Art der Fischerei profitieren können. 

FELSEN ODER SAND: WELCHER BODEN EIGNET SICH FÜR DIE GEZEITENFISCHEREI?

Am Atlantik findet die Gezeitenfischerei bei Ebbe statt, wenn das Meer zurückweicht. Es gibt verschiedene geeignete Bereiche mit verschiedenen Böden und somit verschiedenen Tierarten. 

SANDIGE BEREICHE

Diese offenen Zonen beherbergen zahlreiche Muscheln wie Herzmuscheln, Schwertmuscheln oder Tellmuscheln... Die langen Sandstrände sind besonders leicht erreichbar.

Da es hier keine scharfen Felskanten gibt, eignen sie sich besonders gut für die Gezeitenfischerei mit Kindern. 

FELSIGE BEREICHE

Hier gibt es zahlreiche Krustentiere, aber auch zahlreiche Muscheln wie Miesmuscheln oder Austern. In den kleinsten Öffnungen kann sich Leben verstecken (Spalten, Felsen, Löcher...). 

SCHLAMMIGE ZONEN

Diese sind ökologisch reichhaltig und voller Leben. Sie beherbergen zahlreiche Muscheln, Krustentiere und kleine Fische. Stiefel können hier gute Dienste erweisen, da man leicht einsinkt und so nur schwer vorankommt. 

Am Mittelmeer gibt es keine Gezeiten, sodass es schwieriger ist, Muscheln zu sammeln. Aber auch hier kann man Tellmuscheln, Venusmuscheln oder Miesmuscheln sammeln.

DIE AUSRÜSTUNG

Die Ausrüstung sollte einfach sein, damit man sie leicht tragen kann. Ein kleiner Plastikkorb ist völlig ausreichend, um das erste Mal mit Kindern loszugehen. Darin lassen sich Krabben, Garnelen oder auch Muscheln transportieren. Ein kleiner, leichter Kescher mit einem nicht zu weiten Netz kann von Kindern leicht verwendet werden. 

 

Es gibt mehrere speziell für die Muschelsuche geschaffene Werkzeuge, wie beispielsweise die Austernhacke, das Venusmuschelmesser oder die Venusmuschelzange.

 

Garnelen und viele Krustentiere können in den Felsen mit einem kleinen Kescher, in sandigen Bereichen mit einem Schiebekescher gefangen werden. 

 

#Caperlan-Trick 

Gib deinen Kindern polarisierte Sonnenbrillen, damit die Sonne nicht reflektiert. So können sie die unglaubliche Vielfalt, die bei Ebbe selbst in der kleinsten Pfütze herrschen kann, erleben.

EINIGE TIPPS

1. Vor jeder Angelpartie solltest du dich vergewissern, dass es keine regionalen oder vorübergehenden Verbote gibt. Dies geht beispielsweise beim Fremdenverkehrsamt, beim Rathaus, beim Hafen... 

 

2. Informiere dich über die Zeiten der Gezeiten, damit du nicht abgeschnitten wirst. Diese Zeiten findest du im nächsten Fremdenverkehrsamt, am Hafen, im Internet... 

 

3. Jeder Stein, den du umdrehst, muss an seinen Ort zurückgesetzt werden, damit die Lebewesen, die darunter geschützt waren, nicht von der Sonne ausgetrocknet werden. Diese kleine Geste kann einen Riesenunterschied machen.  

 

4. Achte darauf, keinen Sonnenbrand zu kriegen. Die kühle Seeluft lässt einen oft die Hitze vergessen, aber die Sonne scheint dennoch. 

 

5. Um Umknicken und Schnitte zu vermeiden, solltest du nicht barfuß laufen. 

 

6. Respektiere die Anlagen professioneller Fischer (Austernparks, Netze usw.). 

DIE LIEBLINGSTIPPS DER ANGLER

Tipps
Die Rolle ist eines der wichtigsten Elemente beim Angeln. Mit ihr kannst du den Fisch einholen, ihn aber auch bremsen, wenn er Schnur nimmt, um ihn besser zu drillen. Hier erfährst du, wie du die Bremse deiner Rolle einfach und wirkungsvoll einstellen kannst.
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