FAHRRADSTURZ: WIE SOLLTE ICH REAGIEREN, WENN MEIN KIND MIT DEM RAD STÜRZT?

Es ist so weit, dein Kind fährt mit einem Rad "für Große" und endlich ohne Stützräder. Hat es das Anfahren und das Fahren an sich gut im Griff, heißt das aber nicht, dass es nicht auch mal zu einem Sturz kommen kann. Wie sollte man also reagieren, damit das Selbstvertrauen durch einen Sturz nicht ins Wanken gerät?
Kurz und knapp ist dazu besonders Folgendes zu sagen: Bleib geduldig und verständnisvoll. Aber wie genau zeigt man Verständnis?

Die Gründe für den Sturz besprechen

Im Falle eines Sturzes kannst du dein Kind fragen, was passiert ist, wenn es weiß, warum es gefallen ist. Indem du es dazu bringst, genau hinzuschauen, warum es gestürzt ist, hilfst du ihm, die eigenen Fehler zu verstehen und sie in Zukunft zu vermeiden.
Du kannst ihm dabei helfen, zu analysieren, was schief gelaufen ist. Hat es zum Beispiel die Anfahrt nicht geschafft, hilf ihm, zu erkennen, woran das lag: "Du hast Schwung genommen, das war richtig. Du hast die Füße hoch genommen, das war auch richtig. Und dann, was war dann? Genau: Du hast vergessen deine Füße auf die Pedalen zu stellen!"

Relativiere die Gründe für den Sturz

Nimm der Situation die Dramatik! "Das ist heute einfach ein wilder Tag ..."
Vergiss dabei nie, die Mühen deines Kindes zu würdigen. Es ist zu Anfang sehr anstrengen, an sein Gleichgewicht, das richtige Anfahren und das Bremsen zu denken und gleichzeitig auch noch seine Umgebung im Blick zu behalten. Denk immer daran, für genug Pausen zu sorgen, damit dein Kind sich besser konzentrieren kann.
Und sollte mal etwas schiefgehen, nehmt es leicht! Es gibt keinen Grund zur Aufregung. Das Wichtigste ist, das Kind zu loben und zu ermutigen: "Das war klasse! Du bist gut angefahren, du hast ordentlich in die Pedalen getreten und du konntest bremsen!"

Sicherheit geben

Wenn dein Kind äußert, dass es Angst vor einem Sturz hat, solltest du diese Angst ernstnehmen und sie in den Lernprozess miteinbeziehen. "In Ordnung, was machen wir also, wenn es nicht gut läuft? Wir bremsen und bringen die Füße zurück auf den Boden." Behalte im Hinterkopf, dass ein einfacher Satz wie "Ich bin bei dir" wahre Wunder wirken kann. Äußere solche Sätze ruhig öfter mal.

 

Und egal, was passiert, herrsche dein Kind nie an! Es hat noch niemand das Schwimmen gelernt, indem man ihn hinterrücks ins Wasser gestoßen hat. Sorg dafür, dass das Radfahren immer ein Vergnügen bleibt. Wenn dein Kind Lust hat, plötzlich anzuhalten, um eine Blume am Wegesrand zu bestaunen, dann lass es genau das tun. Das kostet nie mehr als zwei Minuten Zeit.

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