Entdecke das SUP-Yoga

ENTDECKE DAS SUP YOGA

Von Marie Vandekerckhove, Mitarbeiterin Kommunikation, 30 Jahre alt

Warum macht SUP Yoga solchen Spaß? Komplexe Körperstellungen auszuführen und dabei gleichzeitig das Gleichgewicht auf einem schwimmenden Brett zu halten, nimmt den gesamten Körper in Anspruch. Ein echtes Ganzkörpertraining! Mir ist es gelungen, meine beiden Kollegen Renaud (Hockeyspieler) und Harold (Einsteiger im Cross-Training) für dieses Abenteuer mit ins Boot zu holen.

LERNE, DICH IM UNBEQUEMEN WOHLZUFÜHLEN

Das Stand Up Paddle habe ich schon vor zwei Jahren für mich entdeckt. Aber nie zuvor hatte ich tatsächlich versucht, eine Reihe von Asanas auf dem Wasser auszuführen. Für SUP Yoga brauchst du eigentlich kaum etwas außer einem Stechpaddel. Das SUP selbst (ein langes aufblasbares Surfboard, das ein bisschen aussieht wie ein plattes Kanu) dient dir dabei quasi als schwimmende Yogamatte. Danach brauchst du dir nur noch ein ruhiges Fleckchen im tiefen oder flachen Wasser zu suchen. Ein Teich oder ein alter Flussarm eignen sich perfekt dafür.

Im Gegensatz zum „Yoga an Land“ ist SUP Yoga nicht nur eine Frage der Gelenkigkeit. Vielmehr spielen Entspannung und Achtsamkeit eine wichtige Rolle. Hier geht es also nicht darum, möglichst viele Instagram-geeignete Stellungen zu absolvieren (gar nicht so leicht für ehrgeizige Köpfe), sondern darum, sich auf seinen Atem zu konzentrieren und sich genügend Zeit zu nehmen, die Kontrolle über den eigenen Körper beim Übergang von einer Position zur nächsten zu erlangen. Das ist allerdings weitaus eleganter gesagt als getan: Die meiste Zeit fühlt es sich eher so an, als mache man Yoga auf einem sehr schmalen Schwebebalken. Dieser herausfordernde Balanceakt führt dazu, dass jede Bewegung viel tiefer in die Muskeln hineinstrahlt, als es bei der gleichen Position auf dem Festland der Fall wäre.

Das beruhigende Mantra, das ich dabei während der gesamten Sitzung für mich selbst wiederhole, lautet „Lerne, dich im Unbequemen wohlzufühlen.“ – selbst wenn mir dabei ständig eine Gruppe neugieriger Enten auf die Pelle rückt oder ein Fotograf nebst Chefredakteur im Schlauchboot an mir vorbeituckern.

Yoga Kindsstellung

DIE STELLUNG DES KINDES

Beginne in der Tischstellung mit dem Bauchnabel über dem Griff deines Boards. Spreiz deine Knie und lass deine beiden großen Zehen sich berühren. Senke nun deine Hüften, bis dein Gesäß deine Fersen berührt, und lass deine Stirn auf dem Brett ruhen. Deine Arme kannst du so weit wie möglich vor dich ausstrecken oder sie entspannt neben deinen Körper legen, mit den Fingern im Wasser.

Yoga Position Kamel

DAS KAMEL

Knie dich aufrecht hin, leg die Hände auf die Hüften, atme ein und führe die Ellenbogen zusammen. Öffne deinen Brustkorb nach vorne oben. Richte die Brust weiter nach oben, strecke deine Wirbelsäule und senke das Kinn, während du die Arme bis zu den Knöcheln ausstreckst. Leg die Hände auf die Fersen. Deine Finger ruhen dabei auf den Fußsohlen. Schieb die Brust weiter nach vorne und hebe die Schultern an, lass den Kopf langsam nach hinten fallen und schau auf deine Nasenspitze.

Yoga Position Baum

DER BAUM

Stelle dich aufrecht in die Nähe des Griffs deines Boards. Deine Arme hängen locker herab. Verteile dein Gewicht auf beide Füße. Drücke dabei die gesamten Fußunterseiten auf das Board. Winkle dein rechtes Bein an, drehe es nach außen und stelle den Fuß gegen die Innenseite deines linken Knöchels.

Yoga Position Herabschauender Hund

HERABSCHAUENDER HUND

Nimm wieder die Stellung des Tischs ein, hebe dann sanft die Hüften und den Rücken, indem du die Beine durchstreckst. Der Blick geht durch die Beine zum Horizont. Strecke den Rücken und versuche, von den Handgelenken bis zum Steißbein eine Linie zu bilden. Atme ruhig und tief und halte die Position.

Yoga Position Umgedrehter Tisch

UMGEDREHTER TISCH

Starte aus einer sitzenden Position. Beuge die Knie und setze die Fersen flach auf das Board auf. Lehn dich zurück und hebe die Hüften. Stemme die Füße fest in das Board, spanne Oberschenkel und Gesäß an.

Marie, Zeitschriftenredakteurin

DIE AQUA’SANA POSITION

Diese Asana habe ich selbst und vor Ort erfunden. Während einer SUP Yoga-Session ist sie eigentlich unumgänglich – besonders für Anfänger. Nach einer schweren Anstrengung kann so ein kleiner unerwarteter Purzelbaum ins Wasser durchaus erfrischend und beruhigend sein. Außerdem ist der Überraschungseffekt garantiert: Meist purzelst du dann ins Wasser, wenn deine Muskeln keine Kraft mehr haben oder du das Gleichgewicht verlierst. Achte aber darauf, dass du die Konzentration der Anderen nicht störst: Diese Asana ist dein eigenes, kleines, stilles Vergnügen.

TIPP: Sei etwas vorausschauender als ich: Nimm auf jeden Fall Wechselwäsche, ein warmes Handtuch und Ersatzkleidung mit, für den Fall, dass das Wetter umschlägt.

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