DREI TIPPS FÜR MEHR SELBSTVERTRAUEN FÜR KINDER BEIM FAHRRADFAHREN

Wie schaffst du es also, in deinem Kind das nötige Selbstvertrauen zu erwecken?

Achte zunächst vor allem darauf, das Lerntempo deines Kindes zu respektieren. „Man muss unbedingt vermeiden, das Kind in eine Situation zu bringen, in der es die Kontrolle verliert“, sagt Bewegungstherapeutin Karine Roulin. „Dies sorgt nicht nur für körperliche Unsicherheit, sondern schürt auch die Angst, es trotz aller Mühen nicht zu schaffen.

Für Kleinkinder (im Alter von etwa zwei Jahren), die sich zum allerersten Mal auf einem Zweirad versuchen, könnte zunächst ein Laufrad die beste Lösung sein. „Mit einem Laufrad kann das Kind ganz einfach im Gehen beginnen. Mit der Zeit wird es selbst entscheiden, ob und wann es die Geschwindigkeit erhöhen und tatsächlich laufen möchte. Vielleicht nimmt es dabei sogar schon einmal beide Füße vom Boden", führt die Bewegungstherapeutin weiter aus. Diese Art des Lernens ähnelt also sehr dem Laufenlernen. Auch hier kann niemand den Zeitpunkt festlegen, an dem ein Kleinkind plötzlich laufen können muss.

 

Darüber hinaus können die folgenden Tipps einen echten Unterschied ausmachen und das Erlernen des Fahrradfahrens viel angenehmer machen:

Zu Fortschritten ermutigen

Außer wenn dein Kind wirklich großes Talent fürs Fahrradfahren mitbringt, wird es zu Beginn wahrscheinlich zögerlich zu Werke gehen und des Öfteren hinfallen. Mit einem Fahrradhelm sorgst du vor und ermöglichst deinem Kind sichere Fortschritte auf wenig befahrenen Straßen und Wegen. Gleichzeitig solltest du es immer ermutigen: Ja, es ist hingefallen, aber das macht gar nichts! Jedes Mal fährt es einige Sekunden länger, einige Meter weiter und ein bisschen besser geradeaus.

Die Angst des Kindes akzeptieren

Aber ich könnte mir wehtun ...
– „Ja, das stimmt. Aber hast du dir wirklich doll wehgetan, als du das letzte Mal gefallen bist?
Diese Frage wird dein Kind höchstwahrscheinlich verneinen und somit erkennen, das Hinfallen gar nicht so schlimm ist. Indem du die Angst deines Kindes ernst nimmst und wohlwollend reagierst, schaffst du immer mehr Vertrauen. Im Prinzip musst du dich nur einmal in die Lage des Kindes versetzen. Wenn dir schwindelig ist und man dir nicht glaubt oder dich nicht ernst nimmt, wird dir das helfen?

Den Druck nehmen und spielerisch lernen

Auch wenn du der Meinung bist, dass dein Kind in seinem Alter schon besser und schneller vorankommen sollte, mach ihm auf keinen Fall Druck. Irgendwann wird jedes Kind Fahrradfahren lernen. Denke dir Spiele aus, bei denen es eine bestimmte Strecke fahren muss, oder baue einen Parcours mit Hütchen auf. Lasse deiner Fantasie freien Lauf!

Beachte vor allem immer diese goldene Regel: Respektiere die Lerngeschwindigkeit deines Kindes! Wenn es keine Lust hat, das Fahrradfahren zu lernen, wirst du es auch nicht dazu zwingen können. Glaub‘s mir!

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