Die Reifen: Die Wahl des Reifendrucks bei Mountainbikes

DIE REIFEN: DIE WAHL DES REIFENDRUCKS BEI MOUNTAINBIKES

Die Reifen sind die einzigen Teile des Fahrrads, die in tatsächlichem Kontakt mit dem befahrenen Untergrund sind, und sie haben erheblichen Einfluss auf die Fahrpraxis. Sie beeinflussen Bodenhaftung, Sicherheit und die Möglichkeit, Hindernisse zu überwinden, direkt.

Lass uns zusammen einen Blick auf die Angaben auf dem Reifen werfen, die dazu da sind, den nötigen Luftdruck zu wählen.

DIE ANGABEN AUF DER SEITENWAND EINES REIFENS

Bei den Größenangaben findet man auf Mountainbike-Reifen folgende Angaben:

 

1. DIE MAẞE

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: genormte Maße und übliche Maße.

Die genormten Maße entsprechen den Vorgaben der European Tire and Rim Technical Organisation (ETRTO = Europäische Reifen- und Felgen-Sachverständigenorganisation). Diese Organisation sorgt dafür, die von verschiedenen Reifenherstellern angebotenen Modelle einer gewissen Norm zu unterwerfen. Im Folgenden findest du die Maße der ETRTO in Millimetern:

Beispiel: 50-559 - Die erste Zahl beziffert die Breite des Reifens, die zweite den inneren Durchmesser.

Bei den üblichen Maßen erfolgen die Maßangaben in Zoll.

Beispiel: 26×1.95 (auch hier erst Breite dann innerer Durchmesser).

2. DAS MODELL

An den Seiten deiner Reifen findest du außerdem den Namen des Herstellers (Hutchinson, Michelin, Continental, Vittoria etc.) sowie die Modellbezeichnung, denn jeder Hersteller vertreibt mehrere Reifenserien, um den Vorlieben der Kunden zu entsprechen.

  3. DER REIFENDRUCK

Auch der maximale und / oder empfohlene Reifendruck kann seitlich auf dem Reifen angegeben sein.

Beispiel: Competition rec. Pressure (Empfohlener Reifendruck) 29 PSI/2 Bar und Max. Pressure (Maximaler Reifendruck) 80 PSI 5.5 Bar

 

    4. DIE MONTAGERICHTUNG

Es gibt eventuell auch einen Pfeil, der die Montagerichtung des Reifens auf der Felge angibt. Der Pfeil muss in Fahrtrichtung des Reifens zeigen.

 

    5. HERSTELLEREIGENE ANGABEN

Auf dem Reifen können außerdem die Chargennummer und die Seriennummer angegeben sein, was im Falle von Material- oder Produktionsfehlern hilfreich sein kann. Zum Beispiel: HU005_003 und 09061011.

PARAMETER, DIE FÜR DEN LUFTDRUCK EINES REIFENS ENTSCHEIDEND SIND

   1. REIFENTYPEN MIT AUFHÄNGUNG

Es gibt drei verschiedene Arten:

–       Faltreifen

Faltreifen sind leichter, leistungsstärker und einfacher zu montieren, aber sie sind auch empfindlicher und springen leichter von der Felge. Deshalb eignen sie sich nicht für Downhill.

–       Drahtreifen

Das zusätzliche Gewicht des Drahtgestells im Reifen ist ein kleines Manko bei Wettkämpfen, aber der Drahtreifen bietet den Vorteil, immer stabil auf der Felge zu bleiben, egal, wie rau die Konditionen auf der Piste sind.

–      Tubeless-Reifen

Dadurch, dass der Tubeless-Reifen keinen Schlauch hat, riskiert man mit ihm kaum einen Platten oder das Springen von der Felge.

Der Luftdruck ist hier schwächer (etwa ein halbes Bar) als bei Falt- oder Drahtreifen.

2. DIE GRÖẞE DES RADES

Seit das 29-Zoll-Mountainbike auf dem Markt ist, ist die Größe des Rades ein heißes Thema geworden. Die 29 Zoll haben Auswirkung auf das Fahrverhalten. Wir gehen in einem anderen Artikel noch einmal genauer auf das Thema ein.

Die folgende Tabelle kann dir dabei helfen, die Größe zu finden, die am besten zu dir und deiner Fahrweise passt:

Quelle: http://www.hutchinsontires.com/

3. DAS GEWICHT

Dein Gewicht ist eins der Kriterien, das für die Wahl deines Reifens und für den nötigen Luftdruck maßgeblich ist.

Je schwerer der Fahrer, desto mehr Luftdruck ist nötig.

Bevor ich dich jetzt mit Zahlen bombardiere, schau dir doch einfach die Tabelle auf der Seite von Michelin an. Hier findest du Anhaltspunkte zum Reifendruck je nach Gewicht und Fahrpraxis (Rennrad, Mountainbike, Trekkingrad).

4. WITTERUNGSBEDINGUNGEN / BESCHAFFENHEIT DES GELÄNDES

Es gibt verschiedene Faktoren, die dazu führen können, dass du den Luftdruck im Reifen anpassen musst.

An erster Stelle steht da das Wetter, denn es hat direkte Auswirkung auf die Bodenverhältnisse. Ist der Boden schlammig, braucht es weniger Druck auf den Reifen, als wenn der Boden trocken ist und es sich leicht darauf rollen lässt.

Auch die Grundbeschaffenheit des Terrains spielt eine Rolle für den nötigen Luftdruck. Es versteht sich von selbst, dass man auf steinigem Untergrund einen anderen Reifendruck braucht als auf schlammiger Wiese.

 

 

Jetzt hast du alles an der Hand, um den richtigen Reifen, aber auch den passenden Druck auszuwählen, um sicher und angenehm zu fahren. Worauf wartest du noch? Schnapp dir dein Fahrrad und genieß deine Touren!

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