DIE POSITIVEN AUSWIRKUNGEN DES LAUFENS AUF DIE GESUNDHEIT

Die Vorzüge einer regelmäßigen sportlichen Betätigung sollten mittlerweile jedem klar sein. Insbesondere das Laufen sorgt für eine Verbesserung der Gesundheit und verlängert die Lebenserwartung. Dieser Artikel wird auch die letzten Skeptiker überzeugen.

EFFEKTIVERE GEWICHTSKONTROLLE

Weniger Kalorien zu sich nehmen, als man verbrennt: Diese Regel gilt natürlich auch für alle Läufer, die ein paar Pfunde abnehmen möchten. Die gute Nachricht ist jedoch, das Laufen eines der besten Mittel ist, um den Energieverbrauch zu erhöhen. Dies gilt sogar für relativ kurze Trainingseinheiten.

Gut zu wissen: Je höher die Intensität der körperlichen Anstrengung, desto mehr Kalorien verbrennt der Körper. Sofern das Lauftraining oder auch einfaches Jogging bei weniger als 75 % der maximalen Herzfrequenz ausgeführt wird, steigert dies zudem die Fettverbrennung. Dennoch geht nichts über möglichst langes Training. Nicht nur die Intensität der körperlichen Betätigung, sondern auch deren Dauer steigert die Anzahl der verbrannten Kalorien.

HÖHERE LEBENSERWARTUNG

Kann man die Lebenserfahrung eines Menschen mithilfe eines einfachen Fragebogens berechnen? Einige norwegische Forscher greifen seit Jahren darauf zurück. Dabei zeigen ihre Studien, die sich mittlerweile auf mehrere 10.000 freiwillige Teilnehmer stützen, dermaßen überzeugende Ergebnisse, dass sie schon einige Beachtung gefunden haben.

Nach Ansicht der skandinavischen Wissenschaftler kommt es bei der Vorhersage eines vorzeitigen Todes eher auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems als auf das tatsächliche Alter (gemessen am Geburtsdatum) an. Konkret bedeutet dies, dass eine hohe maximale Sauerstoffaufnahme deutlich mehr Aussagekraft hat als ein hoher Cholesterinwert, hoher Blutdruck oder sogar regelmäßiger Tabakkonsum. Das beste Mittel, seine Lebenserwartung zu erhöhen, besteht den Norwegern zufolge also in einer regelmäßigen sportlichen Betätigung – zum Beispiel dem Laufen.

LAUFEN FÜR BESSERES ALTERN

Bei einer Studie mit 20.000 Teilnehmern – Frauen und Männer mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren – wurden die Versuchspersonen je nach körperlichem Fitnesszustand (gemessen bei einem Test auf dem Laufband) in fünf Gruppen eingeteilt.

Im Laufe des darauffolgenden Jahrzehnts wurden (mit ihrem Einverständnis) ihre Erkrankungen analysiert. Es konnte festgestellt werden, dass die am besten trainierte Gruppe von Menschen Anfang 50 auch am spätesten von den acht chronischen Krankheiten heimgesucht wurde, die man im Allgemeinen mit fortgeschrittenem Alter in Verbindung bringt (Diabetes, Alzheimer, Darmkrebs, Lungenkrebs und Herzkreislaufkrankheiten).

EIN MITTEL GEGEN STRESS

Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen haben bestätigt, das körperliche Betätigung die Bildung neuer Nervenzellen beschleunigt, das Gedächtnis stimuliert und eine positive Rolle bei der Behandlung von Depressionen spielt.

In Bezug auf die positiven Auswirkungen von Sport auf die Gehirnaktivität hat eine kanadische Studie an Ratten zudem die Bedeutung körperlicher Betätigung auf die Stimmung herausgestellt. Nach mehreren Wochen mit körperlichen Übungen erwiesen sich die Raten in Tests als weniger ängstlich und stressempfindlich. Diese positiven Eigenschaften verschwanden nach einem Monat ohne Bewegung.

BESSERE GESUNDHEIT DER KNOCHEN

Oftmals wird dem Laufen vorgehalten, dass es dem Knochenapparat durch die wiederholt auftretenden Stöße auf das Skelett Schaden zufüge. Dabei wird jedoch nicht bedacht, dass unsere Knochen diese Stöße sogar benötigen, um ihre Dichte zu bewahren. Eine amerikanische Studie an mehreren 10.000 Frauen im Alter von über 50 Jahren konnte zeigen, dass das Risiko, irgendwann eine künstliche Hüfte zu benötigen, durch mindestens vierstündiges Laufen pro Woche um 40 % gesenkt wurde.

 

Dennoch musst du vor Beginn jeder sportlichen Aktivität immer auf das eigene Körpergefühl hören. Dies bedeutet zum einen, dass du auf keinen Fall (und auch nicht langsam) laufen solltest, wenn sich bleibende Schmerzen in Muskeln oder Bändern bemerkbar machen oder wenn du ungewöhnliche Symptome (Schwindel, Fieber, Schmerzen in der Brust) verspürst.

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Tipps
So gut das Laufen auch für den Körper und die Psyche ist, das Training und Wettkämpfe bedeuten zeitweise Stress und Erschöpfung für den Körper. Das wiederum erhöht das Verletzungsrisiko. Deshalb ist es wichtig, seine Gesundheit im Blick zu behalten, um die nötige Vitalität an den Tag zu legen, die Leistung zu steigern und fit zu bleiben!
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