Billardtechnik:Wie forme ich einen guten Bock?

BILLARDTECHNIK:EINEN GUTEN BOCK FORMEN 

Möchtest du deine Freunde bei einer Billardpartie beeindrucken? Dann bist du hier richtig! Die Handhaltung bei der Queueauflegung ist für das Ausführen guter Stöße beim Billard von großer Bedeutung. Man nennt diese Handhaltung den „Bock“. Und nein, ihr seid nicht auf einer Seite mit Tipps für das Turnen gelandet, sondern sehr wohl für das Billardspiel. Der Bock ist beim Billard entscheidend. Er bildet die Basis beim Auflegen des Queues und dient als Führung für das Oberteil deines Queues (den vorderen Teil). Wie sieht es aus? Willst du sehen, wie man das macht?

Wie viele Möglichkeiten, einen Bock zu formen, gibt es?  

Es gibt viele Möglichkeiten, um die Hand zu einer Bockhand zu formen. Jede wird für bestimmte Billardspielarten genutzt, je nachdem, welcher Stoß ausgeführt werden soll oder wo sich die Kugeln auf dem Tisch befinden. Entscheidend ist jedoch, dass du dich wohl fühlst, sobald es losgeht! Wir zeigen dir ein paar Bockarten, die du kennen solltest, wenn du ein Profi werden möchtest!

 

Bandenbock
Bock

Der Bandenbock

Wenn man in das Billardspielen einsteigt (bzw. auch sonst), bietet sich der Bandenbock an. Beim Bandenbock kann sich der Spieler auf dem Rahmen des Tischs aufstützen. Um diesen Bock zu formen, musst du einfach nur das Oberteil (das vordere Teil des Queues) zwischen Mittelfinger und Daumen festhalten und deinen Zeigefinger darauf legen. Du kannst dir das schlecht vorstellen? Zum Glück gibt es hierzu Bilder! Der Bandenbock wird meistens dann eingesetzt, wenn die weiße Kugel direkt oder sehr nahe an der Bande liegt, d. h. wenn du deine Hand unmöglich auf den Tisch legen kannst.

Offener Bock
Bock

Der offene Bock

Im Gegensatz zum Bandenbock wird der offene Bock angewendet, wenn die weiße Kugel weiter entfernt von der Bande liegt. Um diesen Bock zu formen, musst du deine Hand einfach flach auf den Tisch legen und die Finger abspreizen. Nun musst du deinen Daumen an den Zeigefinger pressen und etwas hochziehen, um das Oberteil des Queues in Richtung der weißen Kugel auszurichten. Diese Bockhand wird am häufigsten beim Blackball (englisches Poolbillard) angewendet. Das ist das Spiel mit den gelben und roten Kugeln, die etwas kleiner sind, sodass ein geschlossener Bock stören könnte. Um diese Bockhand zu ergänzen, kannst du deinen Ellenbogen auf dem Tisch ablegen. Dadurch kannst du das Gewicht auf den Unterarm statt auf den Bock verlagern, sodass dieser zum „Bockarm“ wird. Der offene Bock ermöglicht eine höhere Präzision beim Anvisieren, vorausgesetzt man hat einen guten Augenarzt!

Geschlossener Bock
Bock

Der geschlossene Bock

Dieser Bock ist sehr stabil, weil das Oberteil des Queues auf dem Mittelfinger liegt und von Daumen und Zeigefinger umschlossen wird. Wie weiter oben erwähnt, werden bestimmte Bockformen für besondere Spielarten angewendet. So ist es auch beim geschlossenen Bock. Er wird vorwiegend beim amerikanischen Poolbillard (gestreifte und vollfarbige Kugeln) und beim Karambol-Billard angewendet. Beim englischen Poolbillard und beim Snooker kommt er weniger häufig zum Einsatz, weil er kräftige Stöße ermöglicht, was in diesen beiden Spielarten nicht erforderlich ist. Der geschlossene Bock wird häufig beim Anstoß eingesetzt. Das ist der erste Stoß im Spiel, mit dem die Kugeln auf dem Tisch verteilt werden. Bedingt durch die Handhaltung beim geschlossenen Bock muss der Spieler auch in einer gebückten Haltung den Kopf etwas hoch nehmen, da seine Sicht durch den Zeigefinger beeinträchtigt werden könnte!

Bock mit Queuebrücke
Bock

Die Queuebrücke

Vielleicht hast du das schon einmal gesehen?Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm.Bei einer Billardpartie können die Spieler auch eine sogenannte Queuebrücke verwenden.Es handelt sich dabei um ein Hilfsqueue.Die Queuebrücke darf von den Spielern verwendet werden, um das Oberteil aufzulegen und zu führen, wenn die weiße Kugel zu weit entfernt liegt.Die Queuebrücke sieht wie ein Queue aus, hat jedoch eine andere Spitze, auf die der Spieler sein Queue präzise und wirksam auflegen kann.

 

Und wie sieht es mit Stoßhöhe und Effet aus?

Im Billard gibt es die sogenannte Stoßhöhe.Damit ist die Höhe gemeint, in der du dein Queue ansetzt, um die weiße Kugel anzustoßen, oberhalb der Mitte (Nachläufer) oder unterhalb der Mitte (Rückläufer).Und was ist ein Effetstoß? Mit Effet bezeichnet man eine besondere Rotationsbewegung, die sichtbar wird, wenn die angestoßene Kugel auf eine andere trifft, wie beispielsweise beim Massé-Stoß und Stößen mit Seiteneffet.

Bock für Nachläufer
Bock

Der Bock für Nachläufer

Einen Nachläufer erreicht man, indem die weiße Kugel oberhalb der Mitte getroffen wird.Durch diese Rotation folgt sie der Laufbahn der farbigen Kugel.Um den richtigen Bock zu formen, musst du das Queue mit dem Zeigefinger umschließen und deine anderen Finger so ausrichten, dass das Queue höher als bei einem klassischen Stoß angesetzt wird.

Bock für Rückläufer
Bock

Der Bock für Rückläufer

Bei einem Rückläufer läuft die weiße Kugel nach dem Auftreffen auf eine andere Kugel wieder zurück!Der Bock muss also angepasst werden.Bei dieser Technik musst du die weiße Kugel unterhalb der Mitte anstoßen. Du musst also einfach nur deinen Mittelfinger unter der Hand absenken.

Bock für Massé-Stöße
Bock

Der Bock für Massé-Stöße (mit oder ohne Aufstützen)

Mit dem Massé-Stoß kann man der Kugel einen Effet geben, sodass sie in Form eines leichten Bogens zurückläuft.Die Körperhaltung ist bei der Ausführung eines Massé-Stoßes sehr wichtig, und es gibt mehrere Techniken:du kannst dich auf dem Tisch abstützen (wenn es die Position der Kugel erlaubt), indem du dich entweder mit dem Oberschenkel auf den Tischrand setzt (wenn du gelenkig bist), oder du kannst den Massé-Stoß auch ohne Aufstützen ausführen (wenn du eine sehr ruhige Hand hast), d. h. du hälst das Queue senkrecht zum Tisch und deine Bockhand schwebt in der Luft!

Ah ja, ein letzter Hinweis noch!  

 

Spaß beiseite, ab und zu kommt es in der Mannschaft vor, dass absolute Einsteiger oder Leute, die Schwierigkeiten beim Spiel haben (wie ich manchmal) eine ganz besondere Bockhand formen, nämlich den „Luftbock“.Doch wirklich, diese Bockhand wird völlig freihändig geformt, ohne Aufstützen auf den Tisch. Wenn ich manchmal nicht weiß, wo ich meine Hand abstützen soll, forme ich einen schwebenden Bock über dem Tisch!Das Ergebnis lässt allerdings jedes Mal zu wünschen übrig, haha!Das passiert selbst den besten ;)

 

 

Viel Spaß beim Spielen und Training!Ihr könnt uns gerne eure Erfahrungen und Kommentare mitteilen.
Unterschrift Elisa

ELISA

Kommunikationsteam, Sportart Billard

Schon als Baby im Bauch meiner Mama Reiterin, Sonntagsläuferin und bald Billard-Profi!:)

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