BAU DEN STRESS MIT YOGA! AB

Irgendwann muss jeder einmal eine Stress-Periode bewältigen: Inmitten eines vollgepackten Alltags, zwischen Berufs- und Familienleben, kann dieses Gefühl regelmäßig auftreten. Und jeder sucht einen Weg, dem die Stirn zu bieten! Stress und Angstgefühle sorgen für eine schnellere Alterung (vorzeitige Falten) und schaden unserer Gelassenheit. Aber es gibt Lösungen, um diese unangenehmen Besucher zu vertreiben!

Du bist gestresst oder angespannt? In deinem Alltag gibt es viele Dinge zu managen? In unserer heutigen Gesellschaft muss man überall sein, auch wenn man sich manchmal dabei verliert und nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Bei diesem Leben auf der Überholspur kann dir Yoga helfen, schwierige Situationen besser zu meistern und dabei gelassen zu bleiben. Du musst nur bereit sein, dich um eine kleine Sache zu bemühen:  Regelmäßigkeit und Disziplin zeigen. Wenn du die Yoga-Routine erst einmal eingeführt hast, wirst du die positiven Auswirkungen sehr schnell spüren und ganz bestimmt Tag für Tag viele Annehmlichkeiten daraus ziehen.

Die Vorteile von regelmäßigem Yoga ...

Das regelmäßige Praktizieren von Yoga hilft dir dabei loszulassen: Meditation, Atmung (Pranayama) und Haltungen (Asanas) verankern dich im Jetzt und helfen dir, toxische Gedanken und andere Sorgen und Ängste zu vertreiben. Nach und nach ermöglicht es Yoga, ein besseres Umgehen mit negativen Situationen und das Akzeptieren zu lernen. Auch wenn die Sorgen des Alltags immer noch da sind, nimmst du sie anders wahr. Was den Körper betrifft, so lindert Yoga Rückenschmerzen, ein Bereich, der oft angespannt ist. Schluss mit Muskelverspannungen! Atemübungen bringen die Energie wieder ins Gleichgewicht, beruhigen den Geist, indem dieses unangebrachte Geschwätz in deinem Kopf gemindert wird, und stärken Konzentration und Selbstvertrauen. Außerdem schläfst du durch Yoga wieder besser. Denn Stress führt zu Schlaflosigkeit. Einige Haltungen wirken sehr beruhigend oder sogar einschläfernd!  Übungen, die auf die Hüften abzielen, sind in diesem Zusammenhang sehr wirksam, da sie negative Emotionen und Angstgefühle verfliegen lassen. Hier sind zwei Atemübungen, um dir dabei zu helfen, den Geist zu beruhigen.

Summen der Biene: „Bhramari“

Setze dich bequem hin. Halte dir mit den Zeigefingern die Ohren zu. Atme dann tief durch die Nase ein (der Mund bleibt während der gesamten Übung geschlossen). Mache beim Ausatmen, ebenfalls durch die Nase, einen „mmmm“-Ton, der an das Gesumme einer Biene erinnert. Wiederhole dies zehn Mal hintereinander.

Wechselatmung: „Nadi Shodana“

Setze dich bequem hin (z. B. in den Schneidersitz). Hebe die rechte Hand, Zeigefinger und Mittelfinger sind dabei gekrümmt. Halte dir mit dem rechten Daumen das rechte Nasenloch zu. Atme tief durch das linke Nasenloch ein und zähle dabei bis vier, fünf oder sechs, je nach deinem Befinden. Halte dir das linke Nasenloch mit dem Ringfinger zu und mache das rechte Nasenloch wieder frei. Atme dabei aus und zähle bis vier, fünf oder sechs. Atme tief durch das rechte Nasenloch ein und zähle dabei, halte dann das rechte Nasenloch mit dem Daumen zu. Mache das linke Nasenloch wieder frei, um auszuatmen, während du bis vier, fünf oder sechs zählst. Das ist eine Runde. Du kannst sie fünf bis zehn Mal wiederholen.

Nun einige Haltungen, die ebenfalls dazu dienen, den Stress wirksam zu bekämpfen.

Yoga

Haltung des Kindes: „Balasana“

Knie dich hin, das Gesäß auf den Fersen. Beuge dich nach vorne, der Oberkörper liegt auf den Beinen auf. Lege deine Arme am Körper entlang auf dem Boden ab und lasse deine Schultern locker Richtung Boden sinken. Lasse dann die Schwerkraft wirken. Atme ruhig und gleichmäßig. Stelle dir bei jedem Ausatmen vor, wie Stress und nervöse Spannungen deinen Körper verlassen. Du kannst ein bis drei Minuten so verweilen. Eine kleine Präzisierung: Bei dieser Haltung kannst du dir aussuchen, ob die Knie geschlossen oder auseinander sind. Du kannst ebenfalls einen Yogablock unter deine Stirn legen.

Yoga

Stehende Vorwärtsbeuge: „Uttanasana“

Stehend, aus der Berghaltung „Tadasana“ heraus, legst du die Hände auf die Hüften. Die Füße sind hüftbreit auseinander. Verankere die Füße fest im Boden, die Beine sind durchgestreckt. Beim Einatmen machst du die Wirbelsäule lang, beim Ausatmen beugst du den Körper nach vorne und bewegst den oberen Teil des Kopfes Richtung Boden. Lege die Hände flach auf den Boden, links und rechts neben deine Füße. Wenn deine Hände nicht den Boden berühren, kannst du sie auf zwei Yogablocks legen. Nähere dich mit dem Gesicht deinen Beinen. Du kannst die Beine ein bisschen beugen, wenn die Spannung hinten an den Beinen zu stark wird. Führe so zehn lange Atmungen aus.

Glückliches Baby: „Ananda Balasana“

Lege dich auf den Rücken, bringe die Knie zur Brust, spreize die Knie nach außen hin auseinander und greife mit den Händen nach deinen Füßen (du kannst einen Riemen verwenden, wenn du nicht an deine Füße kommst). Bewege deine Fußsohlen in Richtung Himmel und die Knie in Richtung Boden. Achte darauf, dass du dein Kinn dem Hals annäherst und behalte den Rücken (vom Steißbein bis zum Nacken) auf dem Boden. Verweile so für fünf lange Atmungen.

Yoga

Bauchdrehung in Rückenlage oder Krokodil: „Jathara Parivartanasana“

Wieder legst du dich auf den Rücken, die Arme liegen in T-Form auf dem Boden. Winkel die Beine an, die Füße stehen flach auf dem Boden. Hebe das Becken an und versetze es ein wenig (ungefähr 2 cm) nach links. Bringe die Knie zur Brust und kippe sie zur rechten Seite auf den Boden. Drehe den Kopf in die entgegengesetzte Richtung der Knie. Bleibe so für zehn lange Atmungen. Führe die gleiche Haltung aus, diesmal auf der linken Seite, indem du das Becken nach rechts versetzt. Die Knie ruhen auf der linken Seite auf dem Boden, der Kopf auf der rechten Seite. Versuche, die Schultern auf dem Boden zu behalten.

Yoga

Halbe Kerze gegen die Wand: „Viparita Karani“

Du sitzt, im Profil mit der Hüfte an der Wand. Lege dich nun auf den Boden und drehe dich so, dass du das Gesäß so nah wie möglich an der Wand platzierst. Dein Körper befindet sich so im rechten Winkel zur Wand. Hebe die Füße in die Senkrechte, um sie gegen die Wand zu legen (für mehr Komfort kannst du das Becken auf einen Yogablock oder eine Decke legen, um die Haltung etwas abzumildern). Lege die Arme gespreizt auf den Boden oder platziere die Hände auf dem Bauch, um die Bewegungen deines Körpers beim Ein- und Ausatmen zu spüren. Schließe die Augen und verweile so fünf Minuten lang.

Mit diesen Atemübungen und Haltungen kannst du hoffentlich den Stress in deinem Alltag reduzieren. Ich habe Übungen ausgewählt, die ich selbst gerne mache und die ich für sehr wirksam halte. Merke dir, dass es für dein Wohlbefinden wichtig ist, dir am Tag einige Minuten Zeit nur für dich zu nehmen. Du wirst schnell die positiven Auswirkungen auf deine mentale Verfassung spüren und auf dein Wohlergehen allgemein. Los geht's auf die Matten, Yogis!

Namaste!

-Virginie, Yogalehrerin Vinyasa und Yin & DECATHLON-Markenbotschafterin Yoga

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Virginie Jaglin

Während meiner über 10-jährigen Karriere als Kabaretttänzerin habe ich Yoga entdeckt. Nach ein paar Verletzungen hatte ich das Gefühl, dass ich mich anatomisch wieder ausrichten musste, um meinen Körper besser zu schützen. Das Leben einer Kabaretttänzerin ist körperlich gesehen nicht gerade erholsam! Durch befreundete Tänzerinnen habe ich Yoga entdeckt und mehrere Yogastile getestet, bevor ich herausgefunden habe, was am besten zu mir passt. Nach einigen Jahren dynamischem Vinyasa Yoga habe ich mich einer sanfteren, aber genauso intensiven und meditativen Art zugewandt: dem Yin Yoga (das ich während einer Reise nach Bali entdeckt habe). Zurzeit unterrichte ich Vinyasa und Yin Yoga in Paris. Wohlwollen ist eine der Eigenschaften, die ich in meinen Kursen weitergeben möchte. Seit einigen Monaten bin ich DECATHLON-Markenbotschafterin. Instagram: @virginieyogayumi

Tipps-Yoga-als-Ergänzung-zum-Laufen-Erfahrungsbericht

YOGA auch als Ergänzung zu Kampfsportarten

Harmonie ist seit frühester Kindheit kampfsportbegeistert. Mit Judo, Boxen, Thaiboxen und Grappling kennt sie sich bestens aus. Und um zur Ruhe zu kommen und sich zu konzentrieren während der Kämpfe, hat Harmonie Yoga für sich gefunden.  Hallo Harmonie, kannst du uns etwas über deine sportliche Laufbahn erzählen? Mit vier Jahren habe ich mit Judo angefangen und es bis 2013 betrieben. Ich habe an sehr vielen nationalen Wettkämpfen teilgenommen, aber auch in anderen Ländern. Ich habe es bis zum schwarzen Gürtel geschafft. 2012 bin ich zur Armee gegangen, wo ich mit anderen Sportarten wie Grappling, Boxen und Thaiboxen angefangen habe. Aber wo ist das Yoga bei all dem? Ich habe vor zwei Jahren mit Yoga begonnen. Es ist komisch, die Leute haben nicht den Eindruck, aber Yoga ist ein Sport, der komplementär zu sehr vielen anderen Sportarten ist [...] Vorher hatte ich große Mühe, mich zu konzentrieren. Yoga hat mir diese Konzentration gebracht. Wenn ich jetzt zum Beispiel zum Boxkampf antrete, bin ich viel klarsichtiger. Es gelingt mir, ruhig zu werden, nachzudenken und weniger impulsiv zu sein als vorher. 

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