ANGELN IM WINTER: JA, ES IST MÖGLICH

Heute geben wir dir also ein paar einfache und nützliche Tipps, wie du auch im Winter unter besten Bedingungen angeln kannst.

Der Wintereinbruch verleitet so manch einen von uns dazu, es sich zuhause im Warmen gemütlich zu machen und auf schönere Tage zu warten. Diese Zeit ist auch ideal, um das Material vorzubereiten, sich neue Strategien auszudenken oder einfach von der kommenden Saison zu träumen. Das lässt aber außer Acht, dass man auch im Winter angeln und fangen kann, vor allem beim Grundangeln. Im Gegensatz zu den Raubfischen können Weißfische das ganze Jahr über beangelt werden, selbst wenn die Temperaturen niedrig sind. Heute geben wir dir also ein paar einfache und nützliche Tipps, wie du auch im Winter unter besten Bedingungen angeln kannst.

TIPP 1: SUCH DAS WÄRMERE WASSER

Wenn du bei kaltem Wetter zum Grundangeln gehst, musst du warmes Wasser finden, bzw. die Stelle, an der das Wasser an deinem Angelort am wärmsten ist. Das ist der Schlüssel zum Erfolg beim Winterangeln. Wenn du in einem Teich oder einem See angelst, solltest du weniger tiefe Stellen wie Böschungen suchen, wo die Fische sich ansammeln. Solche Zonen mit hoher Fischkonzentration solltest du gut bearbeiten, damit du zu mehr Bissen kommst. Eine Zone, in der auch im Sommer nur wenige Bisse erfolgen, ist im Winter zu meiden.

#Caperlan-Trick
Angele immer gegen die Sonne! Denn dann stehst du auf der Böschung, die am meisten Sonne abkriegt und wo somit das wärmste Wasser ist. 

Davon abgesehen ist dir hier auch wärmer.
Wenn du in Kanälen oder Flüssen angelst, solltest du näher an der Zivilisation bleiben. Dort ist das Wasser im Allgemeinen wärmer, sodass das Stadtzentrum plötzlich zu einem tollen Ort fürs Grundangeln werden kann. Häfen und Schiffe mit ihren zahlreichen künstlichen Angelstellen sind ebenfalls gute Angelorte.

Du solltest wissen, dass du in Hafengebieten oder in Bereichen, in denen die Dichte an Fischen hoch ist, nicht das einzige „Raubtier“ bist. Sicherlich findest du dort auch Raubfische wie Barsche und Hechte vor. Es kann sich auszahlen, eine weitere Angel für diese „Überraschungsgäste“ einzupacken. Überprüfe aber natürlich vorher die Schonzeiten.

TIPP 2: LASSE DICH NICHT ZU SEHR VOM WETTER BEEINFLUSSEN

Wenn das Wetter eine paar Tage lang nicht so kalt ist, bedeutet das ideale Angelbedingungen. Aber wusstest du, dass die Wassertemperatur sich nicht so schnell ändert wie die Lufttemperatur? Du kannst also auch einen Tag, nachdem die Temperaturen wieder gefallen sind, noch Fische fangen. Am Tag darauf wird es aber deutlich schwieriger.
Was die Wassertemperatur angeht, solltest du darauf achten, dass sie über 3 Grad liegt, damit Weißfische (Ukelei, Plötze, Rotfeder) noch beißen. Achte auf das Wetter in den nächsten paar Tagen, um zu bestimmen, an welchem Tag du dich am besten ans Wasser begibst.

TIPP 3: ANGLE NUR ZU DEN BESTEN ZEITEN

Im Winter musst du nicht mit dem Morgengrauen aufstehen, um deine Angel auszuwerfen. Der Mangel an Sonnenlicht und die niedrigen Temperaturen machen die Fische zu dieser Zeit eher beißfaul. Nutze dies, um dich morgens gut vorzubereiten und frisch und erholt am späten Nachmittag am Angelort anzukommen. Die beste Zeit des Tages ist zwischen 11 und 16 Uhr, da die Lufttemperatur dann höher ist. Dies ist auch der Moment, wenn die Sonne am ehesten herauskommt – und im Winter können ein paar Strahlen wahre Wunder bewirken...

Wenn Wind aufkommt, solltest du deine Angelpartie nicht auf den nächsten Tag verschieben. Solange du den Wind im Rücken hast, kannst du trotzdem angeln. So findet die Abkühlung langsamer statt und du kannst auch weiter werfen. Kalter Nordwind kann dir einen Strich durch die Rechnung machen, aber lauer Südwind kann angenehme Angelbedingungen schaffen.

TIPP 4: MATERIAL – LEICHTEN HERZENS UND MIT LEICHTEM KOFFER

Zu dieser Jahreszeit solltest du mit wenig Ausrüstung angeln gehen.
Beispielsweise reichen 2 kg Futter für eine ganze Angelpartie. Du brauchst also keine Riesenschüsseln mitzuschleppen. 12 Liter Volumen sind mehr als genug.

Im Winter fressen Fische weniger und massives Anfüttern, was im Sommer viel bringt, ist nicht mehr angesagt. Achte nur darauf, regelmäßig kleine Portionen nachzufüttern. Das gilt für Plötzen am Ufer noch stärker, da diese im Winter aktiver sein können. Du kannst deinem Futter einen Zusatzstoff in Puderform beigeben, der weniger füllend und so besser für diese Jahreszeit geeignet ist.
Als Rute ist eine Teleskoprute zwischen 4 und 6 Metern perfekt geeignet, um die Ufer abzufischen, an denen die Fische sich aufhalten. Wer über eine lange Steckrute verfügt, kann einfach die letzten 3–4 m davon verwenden und auf 11 m oder 13 m aufstocken, wenn die Fische doch weiter draußen sind. Denke dafür an einen Abroller, um dir das Angeln zu erleichtern.

Wähle einen Sitzkoffer, der leicht zu transportieren und aufzustellen ist und denke auch an die notwendigen Zubehörteile (Kescher, Tücher, Montagen, Köderkiste).

TIPP 5: DEN KÖRPER UND DIE EXTREMITÄTEN IN DER KÄLTE SCHÜTZEN

Wer gut geschützt ist, den hält auch bittere Kälte nicht davon ab zu angeln und eine gute Zeit am Wasser zu verbringen.
Die Extremitäten (Hände, Kopf, Füße) sind sehr kälteempfindlich, sodass du auf jeden Fall eine Mütze und Handschuhe tragen solltest. Deine Hände werden in Kontakt mit kaltem Wasser kommen (wenn du Fische greifst, die Temperatur überprüfst, Material abspülst...), achte also besonders auf sie.

#Caperlan-Trick
Nimm zwei Tücher mit, um deine Hände vor Feuchtigkeit zu schützen. Das erste zum Abwischen (nasses Futter, Schleim), das zweite um die Hände perfekt zu trocknen.

Eine warme Jacke und Hose solltest du auch tragen, insbesondere wenn du mehrere Stunden lang ansitzen willst. Wenn du anfängst zu schwitzen, kannst du immer noch eine Schicht ausziehen.

Wenn Wind aufkommt und dir das Leben schwer macht, kann ein seitlich aufgestellter Angelschirm dem ein Ende setzen.
Du siehst also, um im Winter zu angeln, musst du Wärme suchen: sowohl für die Fische, als auch für dich selbst. Mit diesen Tipps sind schöne Angelstunden und tolle Fische für dich in Reichweite.

 

 

Also, willst du weiter auf den Frühling warten, um wieder auszuwerfen?

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