11 Tipps für das Radfahren bei Regen

11 TIPPS FÜR DAS RADFAHREN BEI REGEN 

So mancher wird sich fragen: Was gibt es Schlimmeres als Regen? Ganz gleich, ob an einem Trainingstag, bei einer Ausfahrt oder während eines Rennens – der Umgang mit Regen ist nicht immer einfach. Hier sind unsere Lösungen, mit denen du dich vor den Unbillen schlechten Wetters schützen kannst.

RADFAHREN BEI REGEN IST NIE BESONDERS ANGENEHM

 

Aber manchmal hat der Radsportler keine andere Wahl: Sein Trainingsplan verlangt es so, der Regentag ist der einzige Tag in der Woche, an dem er Zeit fürs Training hat, oder ein Jedermann-Rennen fällt genau auf diesen Tag. Sowohl an der Kleidung als auch an der Ausrüstung fürs Rad wurde viel verbessert. Mit entsprechendem Zubehör kann man sich gegen Regen schützen. Aber selbst mit guter Ausrüstung sollte man vorsichtig sein, wenn man keine Bekanntschaft mit dem Asphalt schließen will. Hier findest du alle meine Tipps, um bestmöglich für das Radfahren bei Regen gerüstet zu sein.

SCHUTZAUSRÜSTUNG

WASSERUNDURCHLÄSSIGE, ATMUNGSAKTIVE JACKE

Vergiss die klassische Regenkleidung, die zwar dicht, aber nicht atmungsaktiv war. Damit kam man schnell ins Schwitzen. Vom Regen wurde man zwar nicht nass, aber man war nass geschwitzt!

Heute findet man atmungsaktive Regenkleidung wie die Fahrrad-Regenjacke 700, mit der man bei starkem Regen fahren kann, ohne sich wie im Schwitzbad zu fühlen.

Bei weniger starkem Regen ist eine wasserabweisende Jacke wie das langärmlige Trikot Aerofit 900 perfekt, das für die Fahrer des FDJ-Teams entwickelt wurde. Die besondere Membran wirkt kälteisolierend und ist zugleich atmungsaktiv und wasserabweisend. Mit bequemer Kleidung, die eng am Körper anliegt, bleibst du trocken.

 

ÜBERSCHUHE

Ein weiteres unverzichtbares Zubehör für alle, die trotz Regen lange fahren wollen, sind dichte Überschuhe, in denen die Füße trocken bleiben. Denn nichts ist unangenehmer als mit triefenden Schuhen zu fahren und bei jedem Treten zu spüren, wie der Fuß im Schuh umher schwappt.

Und die Füße sind nicht gerade verwöhnt. Sie befinden sich in Bodennähe und bekommen direkt den Spritzwasserstrahl vom Vorderrad ab! Sobald die Füße nass sind, werden sie sehr schnell kalt. Und das macht das Fahren bei Regen noch unangenehmer.

SCHUTZBLECH

Dieses Zubehör kommt zunehmend bei Radfahrern in Mode, die bei keinem Wetter aufs Rad verzichten wollen.

Am wirksamsten sind Modelle, die am Rad montiert werden. Sie sind leicht und die meisten lassen sich schnell und ohne Werkzeug befestigen. Auch wenn das weder wirklich „sportlich“ aussieht noch zur Aerodynamik beiträgt, sind Schutzbleche zweifellos die beste Art des Schutzes. Sie ersparen dir den Spritzwasserstrahl der Laufräder und du bleibst damit deutlich länger trocken. Außerdem seid ihr – du und dein Rad – vor Matsch geschützt. Ein großer Teil deines Rads verschmutzt somit nicht. Das Schutzblech ist ideal, wenn du ein Zweitrad hast, das du nur im Winter oder bei schlechtem Wetter nutzt.

Minimalistischer ist ein Schutzblech aus flexiblem Kunststoff, das ganz ohne Werkzeug am Sattel befestigt wird. Es gewährt weniger Schutz, wiegt aber nichts und bietet keinen Windwiderstand. Selbst wenn es nur deinen Rücken schützt, spürst du bereits ein deutliches Plus an Komfort.

 

STETS GUT SICHTBAR SEIN

Du solltest nicht vergessen, gut sichtbare Kleidung zu tragen, die bei dunklem Wetter reflektiert, und das Vorder- und Rücklicht zu nutzen.

BREMSEN

Bei Regenwetter ist der Bremsweg des Rads deutlich länger als bei trockenem Wetter. Die Bremsklötze benötigen Zeit, um die Bremsflächen zu trocknen, bevor sie tatsächlich wirken.

Auch wenn die Karbon-Felgen in den letzten Jahren Fortschritte gemacht haben, solltest du Alu-Felgen den Vorzug geben, denn sie sind bei Regen effizienter. Falls du deine Karbon-Felgen behalten möchtest, kannst du das gerne tun, solltest aber doppelt aufpassen. Die Bremswege verlängern sich sehr und die Laufräder blockieren schneller als bei Alu-Felgen.

Bevor das Bremsen wirklich nötig wird, muss man daher mehrmals nacheinander leicht die Bremse betätigen, damit die Felge trocknet.

BODENHAFTUNG

Einige Reifen sind speziell für Nässe geeignet. Ihr Gummi bietet bei Regen einen besseren Grip. Aber es lässt sich nicht immer so einfach vorhersehen, ob man bei Regen fahren wird. Und bei jedem Schauer die Reifen zu wechseln, ist lästig.

 

1 BAR WENIGER

Ist ein Draht- oder Schlauchreifen weniger stark aufgepumpt, vergrößert sich die Oberfläche mit Bodenkontakt. So erhöht sich die Haftung. Damit sinkt die Leistung etwas, aber in Kurven hat man einen viel besseren Grip.

ESSIG SORGT FÜR MEHR BODENHAFTUNG

Du magst es für einen Witz halten oder für einen Tipp aus Großmutters Zeiten, aber das Ergebnis ist überraschend.

Reibe deine Reifen vor einer Ausfahrt bei Regen mit einem essiggetränkten Tuch ab. Der Reifen wird damit entfettet und sein Grip verbessert sich erheblich. Aber aufgepasst! Im Laufe der Ausfahrt lässt die Wirkung nach.

 

GRÜNDLICHE REINIGUNG

Nach einer Ausfahrt auf nasser Straße solltest du deine Reifen mit einem Tuch reinigen, um sie von den vielen Steinchen und Fremdkörpern zu befreien. Genauso solltest du in diesem Fall die Kette abwischen und ölen, damit sie nicht rostet.

 

GEFAHREN, DIE AUF DEM BODEN LAUERN

Bei Regen können zahlreiche Gefahren auf dem Boden die ohnehin schon schlechte Haftung noch weiter verringern.

Daher sollte man auf folgendem Untergrund nicht bremsen und das Rad nicht zu sehr neigen:

• auf den weißen Markierungsstreifen,

• auf Kopfsteinpflaster,

• auf Gullideckeln,

• auf Laub,

• in Dieselpfützen,

• auf sonstigem Müll.

Pass in Kreisverkehren besonders auf. Dies gilt vor allem für solche, die sich in der Nähe von Tankstellen befinden! Wenn Autofahrer gerade voll getankt haben, ist es gar nicht selten, dass ein Teil des Kraftstoffs beim Kurvenfahren überläuft und den Boden rutschig werden lässt. Glücklicherweise sind Kraftstoffpfützen bei Regen durch ihr charakteristisches Schillern gut sichtbar.

 

SEI SCHON BEI DEN ERSTEN TROPFEN VORSICHTIG

Nicht die starken Regenfälle sind am gefährlichsten, sondern kleine Schauer und Sprühregen – und das bereits nach der ersten halben Stunde Niederschlag. Die von der obersten Makadamschicht aufgenommenen Kohlenwasserstoffe steigen wieder an die Bitumen-Oberfläche. Da sie eine geringere Dichte als Wasser haben, werden sie aus der Makadamschicht abgesondert und bilden einen extrem rutschigen Film, in dem sich Staub, Gummi und Kohlenwasserstoffe mit Wasser mischen. Motorradfahrern ist dieser Film als „Sommerglatteis“ gut bekannt.

VORAUSSCHAUENDES FAHREN

Vorausdenken ist beim Radfahren unverzichtbar. Wichtiger denn je ist diese Fähigkeit jedoch bei Regen, um die oben genannten Gefahren zu vermeiden und um trotz des verlängerten Bremswegs korrekt bremsen zu können. Du musst vorbereitet sein. Andernfalls wirfst du dich in die Bremse und diese blockiert sofort deine Laufräder, die eine sehr geringe Haftung haben. Damit ist dir ein Sturz sicher.

Mit diesen elf Tipps fährst du bei Regen sicherer. Dir sind sie vielleicht nicht neu, manch einem aber schon. Und besser ist es, man liest den einen oder anderen Tipp zwei Mal, als aus Schaden klug zu werden (also bei einem Sturz)!

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